27.08.2019 - 10:38 Uhr
FlossOberpfalz

Förderung im Millionenbereich

Die Regierung nimmt Floß in das Förderprogramm „Innen statt außen“ auf. Es ist ein guter Tag für die Marktgemeinde, als der Förderbescheid Bürgermeister Günter Stich auf dem Tisch flattert.

Bürgermeister Günter Stich, sein Stellvertreter Bürgermeister Oliver Mutterer und Geschäftsführer Stefan Bäuml (von links) ziehen eine Zwischenbilanz zur Renovierung des Kriegerdenkmals.
von Harald MeierhöferProfil

Die Kommune kann nun auf Mittel des Förderprogramms „Innen statt außen“ und somit insgesamt 80 Prozent Förderquote innerhalb der Städtebauförderung zugreifen. Lange haderte man bei der Regierung der Oberpfalz, ob denn der Selbstbindungsbeschluss der Flosser Gemeinderäte vom September 2018 mit voller Ernsthaftigkeit begangen wurde. Die Selbstbindung sagt aus, dass man sich mit voller Kraft auf die Innenentwicklung des Ortes konzentrieren will und sogenannte Außenprojekte nur in Ausnahmefällen zuzulassen sind. Der Rat stimmte diesem Beschluss damals einstimmig zu.

Das neue Feuerwehrgerätehaus liegt nun aber etwas außerhalb. Das beantragte Erweiterungsgebiet der Raststation am Bocklradweg ebenfalls. Und ein neues Wohnbaugebiet „Am Sonnenhang“ ist ebenfalls am Ortsrand zu finden und erhält gerade den letzten Feinschliff. Diese drei Maßnahmen haben die Regierung veranlasst, dass beantragte Programm „Innen statt außen“, welches vom Freistaat besonders für die ländlichen Bereiche Bayerns aufgelegt wurde, zuerst einmal zurückzuhalten.

Für zweiten Bürgermeister Oliver Mutterer hatte dieses Thema zuletzt Priorität. Schließlich könne man durch die Halbierung des Eigenanteils von vormals 40 auf 20 Prozent das Doppelte an Maßnahmen zur Innerorts-Entwicklung umsetzen. Und dabei gehe es nicht nur um das anstehende Fassaden- und Sanierungsprogramm für Privat- und Geschäftsleute, sondern auch um kommunaleigene Projekte wie momentan das Kriegerdenkmal oder zukünftig das Podewils-Haus, das Pflegschloss, das alte Feuerwehrhaus oder die Marktplatz-Häuser.

„Die Regierung wusste einfach zu wenig über unser gesamt-gemeindliches Engagement in der Ortsmitte“, so Mutterer. Viele private und privatwirtschaftliche Unternehmungen seit 2015 seien gar nicht so bekannt und neben den offiziellen Baustellen untergegangen.

Bei einem Termin in Regensburg zusammen mit dem Geschäftsleiter des Marktes Stefan Bäuml, wurden nun die akribisch gesammelten Fakten der letzten Jahre auf den Tisch gelegt und besprochen. Die zuständige Baudirektorin Regina Harrer willigte ein, den Markt zukünftig in das Programm „Innen statt außen“ aufzunehmen und somit insgesamt 80 Prozent Förderung zu gewähren. Auch gegen die Pläne am Ortsrand gebe es keine Einsprüche mehr, da sie als Sonderprojekte gesehen werden.

In einem „sehr guten und einvernehmlichen Gespräch“ habe man zudem die Möglichkeiten in der Ortsmitte abgesteckt, berichtete Mutterer. Es sei viel möglich. Neben der Verlagerung der Bücherei, Café und Generationentreff wurde auch die Senioren-Tagespflege oder ein mehrstufiges Gesundheitshaus angesprochen.

Bei all dem, was man in Floß an Innerorts-Entwicklung die nächsten Jahre vor hat, können diese 20 Prozent gut und gerne in den Millionenbereich gehen. „Dies dürfte auch dem zukünftigen Marktratsgremium eine wichtige Erleichterung sein. Wir sind froh, dass wir nun miteinander auf diese Unterstützung zurückgreifen können“, sagte Bürgermeister Stich. Er hatte bereits im Vorfeld die wichtigsten Argumente mit der Regierung ausgetauscht.

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