Floß
10.03.2020 - 11:43 Uhr

Jagdgenossen in Schlattein mit Abschussplan unzufrieden

Trotz aller Bemühungen kann der von der Jagdbehörde festgesetzte Abschlussplan nicht eingehalten werden. Es gibt aber auch positive Meldungen bei den Jagdgenossen Schlattein.

Mit einem Erfolgserlebnis wartete die Jägergemeinschaft Wildenau über ihre spontan angesetzte Treibjagd mit Hunden im Gemeinschaftsjagdrevier Schlattein auf. Immerhin konnten erstmals wieder Feldhasen erlegt werden. Am guten Ende wurden 12 Stück gezählt.

Mitpächter Josef Wittmann erstattete in der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Schlattein am Montag im Gasthaus "Weißes Rößl" einen umfangreichen Jahresbericht. Vorweg galt der Dank allen Jagdgenossen, die viel Verständnis aufbringen und an einer engen Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern interessiert seien. Eine Grundvoraussetzung, die auch dafür sorgt, dass angerichtete Wildschäden einvernehmlich geregelt werden konnten.

Trotz großer Bemühungen habe der von der Jagdbehörde neu festgesetzte Abschussplan 2019 nicht eingehalten werden können, obgleich vier Jäger und drei Begeher im Einsatz waren. Die Streckenliste weist 12 Feldhasen, 15 Füchse, zwei Dachse, ein Marderhund, fünf Stockenten, zwei Elster, drei Eichelhäher und fünf Rabenkrähen aus. Von den 21 Stück Rehwild fielen vier Rehe dem Verkehr zum Opfer. Ein Bock wurde verendet aufgefunden. Der Jagdpächter bat die Grundeigentümer solche Schäden sofort zu melden.

Dass man künftig mit Luchs und Wolf leben müsse, daran ließ der Jagdpächter keinen Zweifel. Die Schweinepest habe sich im Revier bisher nicht bemerkbar gemacht.

Jagdvorsteher Markus Schieder bestätigte in seinem Jahresbericht die Aussagen von Wittmann. Eine handvoll Jagdgenossen sei meist mit den Wildschäden belastet. Die Jagdgenossen könnten nicht verstehen, dass der Abschussplan von der Jagdbehörde drastisch erhöht wurde. Zunächst einigte man sich von 57 auf 63 Stück Rehwild in den Jahren 2019 bis 2021, jetzt aber sind es 69 Stück Rehwild. Bedenklich stimme auch das Vorkommen der Wölfe. Dass die Jagdgenossenschaften jetzt auch einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen, spreche für sich. Die Genossenschaft suche eine praktikable Lösung.

Als erfolgreich bezeichnete Schieder die Aussprache zwischen Jagdpächter und Jagdgenossen, die im Februar dieses Jahres stattfand. Ausgiebig wurde über die Jagdmethoden bei der Schwarzwildjagd diskutiert. Bedenklich sei, dass sich die Schlinge der Afrikanischen Schweinepest weiter zuziehe. Neben Polen und Tschechien sei jetzt auch in Belgien die Krankheit aufgetreten.

Kassier Manfred Venzl erläuterte Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen Jagdjahres. Die Jagdpacht wurde pünktlich einbezahlt. Es gab ein kleines Minus, doch das gab keinen Einbruch auf das Guthaben. Die Mitglieder beschlossen, den Jagdpachtschilling auf die Orte Schlattein, Ellenbach, Kalmreuth und Geiermühle aufzuteilen. Ausbezahlt wird ein Betrag von 3.50 Euro je Hektar. Schriftliche Anträge auf Auszahlung können bis 15. April bei Manfred Venzl gestellt werden. Für die Familienangehörigen der Jagdgenossen gibt es 5 Euro pro Person für ein Kaffeekränzchen. Auch der Jahresbeitrag an den Bayerischen Bauernverband wird entrichtet.

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