20.09.2021 - 17:46 Uhr
FlossOberpfalz

Mittelständische Unternehmen läuten die Alarmglocke

Oberpfälzer Mittelständler sorgen sich vor den Ausgang der Bundestagswahl. Es ist vor allem eine mögliche Regierungsbeteiligung der Links-Partei, die den Verband der Mittelständler umtreibt.

Große Sorgen vor einem drohenden Linksbündnis machen sich die Vertreter mittelständischer Unternehmen Harald Gollwitzer (links) und Micha Weishaupt
von Siegfried BühnerProfil

Die aktuellen Umfragewerte zur Bundestagswahl beschäftigen die Repräsentanten der mittelständischen Wirtschaft in der Oberpfalz. Der Bezirk Nordoberpfalz des Wirtschaftsbeirat Bayern warnt nun vor einer Links-Regierung. "Uns treibt das einfach derzeit ganz stark um", sagt Harald Gollwitzer. Der Unternehmer ist nicht nur Vorsitzender des Bezirks Nordoberpfalz, sondern auch CSU-Ortsvorsitzender von Floß (Kreis Neustadt/WN) und im Bezirksvorstand der Mittelstandsunion.

Klage über "Neidkomplexe"

Gollwitzer und Micha Weishaupt vom Verband der Familienunternehmen sehen die Sorgen der Betriebe zu wenig wahrgenommen, Unternehmer würden "immer mehr Ansehen verlieren". Gollwitzer spricht von "Neidkomplexen". Dabei würden Familienunternehmen von Generation zu Generation weitergegeben, seien deshalb besonders nachhaltig. "Wir übernehmen Risiken und Verantwortung". Anders als Konzerne könnten Mittelständler nicht ins Ausland wechseln.

Die Gedanken Gollwitzers kreisen vor allem um die Vermögenssteuer, "die ungerechteste Art einer Steuer", wie er sagt. Für sein Unternehmen habe er eine mögliche finanzielle Mehrbelastung "im oberen sechsstelligen Bereich" errechnet. Dies entspreche exakt den freiwilligen Leistungen, die er seinen Arbeitnehmern gewährt. Unklar ist, auf welches Konzept sich Gollwitzers Berechnung bezieht. Zwar fordern sowohl SPD als auch Grüne und Linke eine solche Steuer, aber in unterschiedlicher Höhe. Bis zum Jahr 1997 gab es in Deutschland bereits eine Unternehmenssteuer. Eine erneute Einführung bedrohe nun "die Freiheit des Unternehmers".

Gollwitzer lehnt Ausweitung der Mitbestimmung ab

Eine mögliche Ausweitung der Mitbestimmung sieht Gollwitzer als Entwicklung "hin zum Staatsbetrieb". Zustimmung gibt es von Micha Weishaupt: "Es droht, dass unser Ingenieurwissen nicht hier eingesetzt wird, sondern im Ausland", sagt der Vertreter des Familienunternehmerverbands.

Olaf Scholz in Weiden

Weiden in der Oberpfalz

Markus Söder in Weiden

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.