Gruppenleiter Armin Betz sprach von einem „grundsätzlich nicht einfachen“ Prozess, einen Ort zusammen mit den Bürgern weiterentwickeln zu wollen, denn es gebe doch deutlich unterschiedliche Wahrnehmungen in der Bevölkerung; gleichzeitig unterstrich Betz, dass es seiner Auffassung nach keine Alternative gebe zu einer unmittelbaren Beteiligung der Menschen vor Ort.
"Mühlpaint" erschließen
Noch nicht in die aktuelle Planung eingeflossen sind die Vorschläge der Beratungsgruppe zur Freizeitanlage „Mühlpaint“. Diese will die Gruppe jedoch in den Marktrat bringen, da der Platz immer häufiger genutzt wird. Eine Verbesserung der Wege wurde ebenso angeregt wie eine Erschließung mit Strom, Wasser und Kanal, was Veranstaltungen erleichtern würde. Von mehreren Seiten wurde zur Sprache gebracht, den Bach „aufzumachen“, also die Böschung abzuflachen, eventuell eine Furt zu schaffen, damit Kinder dort spielen könnten. Der Zweite Bürgermeister Oliver Mutterer schlug vor, auch den Spielplatz zu überarbeiten. Marktrat a. D. Erich Schieder bat darum, alle Vorschläge mit den Anwohnern zu besprechen.
Ein weiteres Thema war die Bachgasse; in diesem Fall waren sich die Beteiligten jedoch einig, dass es hier einer längerfristigen Planung bedürfe, die das Hochwasserschutzkonzept einschließe.
Betz gab einen Überblick über den aktuellen Planungsstand in Sachen Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das aktuell in seine dritte Phase geht. In diesem Rahmen sei bereits einiges auf den Weg gebracht worden, unter anderem das Fassadenprogramm. Nachdem Privatleute aber teilweise überfordert gewesen seien mit den Regularien des Programms, bekomme der Markt nun einen ebenfalls geförderten Verfahrensbegleiter, einen Profi, der jedes Vorhaben vom ersten bis zum letzten Schritt begleiten werde.
Betz wies auf das neue Förderprogramm „Innen statt Außen“ hin, über das der Marktrat erst beschlossen hat (Bericht an anderer Stelle). Die Städteplaner Leuninger & Michler seien gehalten, schnell zu agieren, damit der Markt frühzeitig auf den Fördertopf zugreifen könne.
Thema Dorferneuerung in Kalmreuth und Schlattein: Im Kalmreuth soll unter anderem der Platz unter der Linde zu einem richtigen Dorfplatz werden. In Schlattein soll der Platz um Maibaum und Backofen verbessert werden, ebenso der denkmalgeschützte Glockenturm. In Tännesberg wird demnächst ein Workshop für interessierte Dorfbewohner stattfinden.
Der Markt hat laut Betz inzwischen begonnen, ungenutzte Häuser aufzukaufen; konkrete Pläne für eine Nutzung gebe es noch nicht, Ideen hingegen viele.
Dauerthema Parkplätze
Ein großes Thema bei den Bürgerbefragungen sei immer wieder die Parkplatzsituation. Ein schwieriges Thema, wie Betz sagte, da der zur Verfügung stehende Raum nicht beliebig erweiterbar sei.
Für das Kriegerdenkmal sei die Förderung bewilligt, die Maßnahme werde umgehend in Angriff genommen. Dabei werde die Granitmauer saniert, es werde ein größerer Baum gepflanzt und eine Beleuchtung des Denkmals installiert.













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