Floß
03.05.2019 - 11:35 Uhr

Ortssanierung ausgeweitet

Der Markt weitet das Fördergebiet im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) deutlich aus. Auch über den Ortskern und den Judenfriedhof hinaus können nun Hauseigentümer die Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen.

„Fördergebiet 2.0“ nennt sich die jüngste Variante der aktuellen ISEK-Phase III, die der Marktrat einstimmig auf den Weg gebracht hat. Das Fördergebiet wird erweitert unter anderem um die Stadel-Reihen in der Püchersreuther Straße, in der Plößberger Straße und im Schönbrunner Weg. Dazu kommen weitere Quartiere in der Flossenbürger Straße einschließlich der Freizeitanlage Mühlpaint, in der Frühlingsstraße, in der Kirchstraße, in der Vohenstraußer Straße bis zur Weidener und Neustädter Straße. Die Fördermöglichkeiten erstrecken sich ausdrücklich nicht nur auf Fassaden, sondern auch auf das Innere der Gebäude.

Der Marktrat hat außer der Abgrenzung des Sanierungsgebietes und der dazu notwendigen Satzung auch die Einleitung einer vorbereitenden Untersuchung beschlossen. In diesem Zusammenhang findet eine Befragung der Eigentümer im Sanierungsgebiet statt, an der man über die Homepage des Marktes und über die Bürger-App online teilnehmen kann.

"Seele unseres Marktes"

Die Fraktionen begrüßten übereinstimmend die Ausweitung des Fördergebietes. Armin Betz, der Experte der CSU/FL-Fraktion in Sachen „Zukunft Floß“, sagte: „Wir arbeiten an der Seele unseres Marktes.“ Das Thema werde den Marktrat noch lange begleiten, man sei inzwischen aber auf einem guten Weg. Die Bürger auf diesem Weg mitzunehmen, sei ein Grundanliegen. „Ohne das geht es nicht.“

Markus Staschewski sagte für die SPD-Fraktion, es sei unerlässlich, das Innenleben des Marktes zu stärken und auszubauen. Er wollte die Erweiterung als ein Angebot an die Bürgerschaft verstanden wissen. Oliver Mutterer (FDP/UB) sieht eigenen Worten zufolge in der Erweiterung einen Startschuss. Damit nehme das Entwicklungskonzept Fahrt auf.

Maßnahmen anmelden

Der Marktrat begrüßt grundsätzlich Initiativen zum Unterhalt öffentlicher Fluren, aber er gestattet künftig nicht mehr, dass ohne Anmeldung Gräben gereinigt oder Waldwege ausgebessert werden und anschließend ein Zuschuss beantragt wird. In Zukunft sollen entsprechende Maßnahmen vorher angemeldet werden. Konkrete Beispiele waren die Grabenreinigung des Girnitzbaches durch die Jagdgenossenschaft und die Ausbesserung eines Wald- und Feldweges und die Wiederherstellung des früheren Johannisfeuerplatzes durch die Ortsgemeinschaft Schlattein. Der Jagdgenossenschaft hat der Marktgemeinderat die gewünschte Kostenbeteiligung in Höhe von 780 Euro genehmigt, der Dorfgemeinschaft Schlattein eine Pauschale von 500 Euro. In beiden Fällen sind die Zuschüsse nur ein Bruchteil der tatsächlichen Kosten. Bürgermeister Günter Stich sagte, es sei außerordentlich erfreulich, dass diese Arbeiten von der Bürgerschaft übernommen würden, dennoch sei es notwendig, dass derlei frühzeitig beim Markt gemeldet werde.

Die Benutzung der E-Tankstelle am Luitpoldplatz bleibt kostenlos. Nach Angaben der Verwaltung betragen die Zusatzkosten für die Einrichtung eines Bezahlsystems mehr als 400 Euro. Der Markt selbst hatte durch den Betrieb der E-Tankstelle 2018 aber gerade einmal Kosten in Höhe von 230 Euro, da Sponsoren mehr als die Hälfte der Gesamtkosten übernommen haben.

Bauen im Außenbereich

Den vorliegenden Bauanträgen hat der Marktrat sein Einvernehmen erteilt. In zwei Fällen handelt es sich um Bauen im Außenbereich. Das waren einmal ein Antrag auf Vorbescheid zum Bau eines Einfamilienhauses mit Garage im Ortsteil Oberndorf (Gemarkung Gailertsreuth), einmal ein ganz ähnliches Vorhaben im Ortsteil Höfen (Gemarkung Grafenreuth).

Weitere Bauanträge lauteten auf Anbau an ein bestehendes Wohnhaus im Ortsteil Welsenhof (Gemarkung Bergnetsreuth), auf Abbruch eines Wohnhauses und Bau einer Kleingerätehalle im Ortsteil Würzelbrunn (Gemarkung Schönbrunn) und auf Austausch eines Werbeschildes in der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße in Floß. Keine Einwände hat der Marktrat gegen die Erweiterung einer Biogasanlage im Ortsteil Ellenbach (Gemarkung Schlattein).

 
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