Bereits die Herbstversammlung im November fiel aus, jetzt muss auch noch die Lichtmessversammlung der Waldbesitzervereinigung Floß und Umgebung (WBV) am 2. Februar abgesagt werden. Dabei hatten Vorstandschaft und Ausschuss klare Vorstellungen, wie das 65-jährige Bestehen gebührend gefeiert werden könnte.
Gründungstag war am 29. Juli 1956. 50 Waldbesitzer aus Floß und Umgebung schlossen sich der Selbsthilfeeinrichtung an. Schon ein Jahr später stieg diese Zahl auf 136 Privatwaldbesitzer und Kommunen an. Gründungsvorsitzender Albert Riedel aus Konradsreuth und der heutige Ehrenvorsitzende Erich Schieder aus Ellenbach haben sich bleibende Verdienste erworben.
Mit Willy Meierhöfer aus Haupertsreuth kann sich die Vereinigung auf einen agilen Vorsitzenden stützen. Er wird von Geschäftsführer Michael Bock, Forstamtmann Sebastian Höller von der Flosser Forstdienststelle und Berufskollegen unterstützt.
Schon immer hatten Aufklärung, Information und Ausbildung bei der WBV einen überaus hohen Stellenwert. Deshalb war es für Vorsitzenden Meierhöfer und Geschäftsführer Bock von größtem Interesse, die Mitglieder mit der derzeitigen Situation auf dem Holzmarkt vertraut zu machen.
Das Waldjahr 2020 war geprägt von Trockenheit und stärkerem Aufkommen des Fichtenborkenkäfers. Besonders im August mussten Käferbäume gefällt und vermarktet werden. Da deutschlandweit sehr viel Schadholz angefallen ist, war die Erlössituation für die Waldbesitzer nicht gut. Um gesunde Bäume zu schützen, mussten befallene Bäume zum Teil zwischengelagert werden. Die Kosten für den Transport und die Lagerung konnten über staatliche Förderungen abgefangen werden.
Erfreulich waren die Ergebnisse bei der Submission im Dezember für Nadelwertholz. Dabei konnten über 400 Euro pro Festmeter für einen Fichtenstamm erzielt werden. Spitzenpreise mit über 500 Euro pro Festmeter erzielten auch qualitativ sehr gute Lärchen. Der Höchstpreis bei der Kiefer lag bei über 290 Euro.
Aktuell haben die Waldbesitzer die Möglichkeit, gesundes und frisches Holz zu verkaufen. Der Abtransport in das Sägewerk erfolgt zeitnah, wodurch die Holzqualität erhalten bleibt. Noch läuft der Absatz der Sägewerke, insbesondere nach Amerika, sehr gut. Bei Interesse an einem Holzeinschlag oder an einer Beratung sollten sich die Waldbesitzer bei der WBV unter Telefon 0961/44284 melden.
Das Frühjahr ist auch Pflanzzeit. Mitglieder der WBV können notwendigen Materialien wie Zaunrollen, Wuchshüllen und Markierungsstäbe bei Günter Reinl in Boxdorf abholen. Größere Mengen sollten vorbestellt werden. Noch immer bezuschusst der Staat die Pflanzung. Wegen der Baumartenwahl und der Fördersätze können sich die Waldbesitzer an Revierleiter Sebastian Höllerer, Telefon 09603/2657 melden.
Mit einer Bitte tritt die WBV an alle Mitglieder heran. Sie sollen ihre Wälder immer wieder kontrollieren, um Schadbäume sofort entfernen zu können. Nur so könne der Käfer eingedämmt werden.



















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