28.06.2020 - 14:46 Uhr
FlossOberpfalz

Raiffeisenbank Floß: Bilanzielles Wachstum über Landesschnitt

Die Corona-Krise zwingt auch die Raiffeisenbank Floß auf andere Wege. Erstmals präsentieren die Verantwortlichen den Jahresbericht 2019 in Form eines Vertreterbriefs.

Dem Ortsbild am Luitpoldplatz drückt die in der Region einzige selbstständige Bank, die Raiffeisenbank Floß, ihren Stempel auf.
von Fred LehnerProfil

Die 127 Jahre alte Raiffeisenbank Floß ist die einzige selbstständige Bank in der Region. Vorsitzender Jürgen Schnappauf, Direktor Josef Völkl und Aufsichtsratschef Wolfgang Weig präsentieren den Jahresbericht und halten darin fest: "Wir können auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken. Es war gekennzeichnet von einer überdurchschnittlichen Entwicklung des Kundenanlagevolumens und einem verhaltenen Kreditwachstum."

Vorstand und Aufsichtsrat informierten die Vertreter, dass die im zweiten Quartal anstehende Vertreterversammlung aufgrund der Corona-Krise nicht abgehalten werden kann. Geplant ist im vierten Quartal eine Präsenzveranstaltung oder eine Online-Versammlung.

Offen ist auch noch, wie grundsätzlich mit der Gewinnverwendung aus 2019 verfahren werden kann. Die Bankaufsicht BaFin hat alle Kreditinstitute aufgefordert, für das zurückliegende Geschäftsjahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Dividende auszuschütten. Insgesamt lag das bilanzielle Wachstum mit 6,4 Prozent über dem Durchschnitt der Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern (4,9 Prozent).

"Wir konnten uns am Markt behaupten und die Marktanteile weiter ausbauen. Zum 31. Dezember 2019 beschäftigte das Bankinstitut 20 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende." Der Blick auf die Bilanzaktiva und Passiva zeige, dass es sich um ein Rekordjahr handle. Der Zinsüberschuss sei auf 1 751 000 Millionen Euro gesteigert worden. Das Provisionsergebnis erreichte 710 000 Euro. An Steuern wurden 281 000 Euro, davon allein 128 000 Euro an Gewerbesteuer, an den Markt Floß und die Gemeinde Flossenbürg abgeführt.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr 2018 von 106.829.000 Euro auf 113.660.000 Euro und damit um 6,4 Prozent erhöht. Das Kundenanlagevolumen nahm von 111.759.000 auf 124.868.000 Euro zu, das sind 11,7 Prozent. Gestiegen ist auch das Kreditvolumen von 68.043.000 auf 70.738.000 Euro. Eine Zunahme gab es auch in der Mitgliederbewegung. Waren es 2018 noch 2604, so hatte die Bank am Ende des vergangenen Jahres 2634 Mitglieder.

2018 ein Rekordjahr

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2019 auf der Basis der aktuellen Ausnahmeregelungen festgestellt. Dass sich in den letzten zehn Jahren ein kontinuierliches Wachstum einstellte unterstreicht ebenso das Vertrauen zur Bank. Und die Vorausschau: Hier sind die Verantwortlichen der Bank, Vorstand und Aufsichtsrat sehr zuversichtlich. Die Geschäftsentwicklung und vor allem die Risikoentwicklung in den nächsten Jahren werde sich erst mit der weiteren Auswirkung durch die Corona-Pandemie verlässlich beurteilen lassen. Die Bank sehe aber positive Ansätze für die Region und für das Unternehmen. Es gebe weiterhin eine positiv hohe Nachfrage an Krediten. Auch das Wirtschaftsleben werde sich bis zum Jahresende stabilisieren und die Entwicklung positiv beeinflussen.

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