07.08.2019 - 10:44 Uhr
FlossOberpfalz

Raststation erweitert: Los geht's mit zwei Holzhäusern

Die Familie Schaller, die seit Herbst 2006 die Raststation am Bocklradweg betreibt, hat große Pläne. Nun nehmen sie Formen an.

So sieht der neue Bebauungsplan aus, der das Sondergebiet "Beherbergung und Wohnen" ausweist.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Harald und Renata Schaller planen ihren Gastronomiebetrieb zu erweitern. Auf der gegenüberliegenden Seite der Vohenstraußer Straße sollen weitere Übernachtungsmöglichkeiten entstehen. Zunächst wollen die Schallers mit zwei Gebäuden in Holzständerbauweise anfangen, weitere Häuschen sollen folgen.

Bebauungs- und Flächennutzungsplan sind geändert und liegen bis 2. September im Rathaus zur Einsicht auf. Wenn dann noch grünes Licht von der Regierung der Oberpfalz kommt, kann's losgehen. "Vielleicht schaffen wir heuer noch die Erschließung", wünscht sich Harald Schaller. Mit dem eigentlichen Bau der zwei ersten Häuser soll im Frühjahr 2020 begonnen werden.

Auf 4000 Quadratmetern Fläche entstehen insgesamt sechs Holzhäuser mit sechs mal neun Metern Fläche und fünf Garagen, die vom Stil her den bisherigen Gebäuden der Raststation entsprechen. Wenn alles fertig ist, können hier 48 Personen schlafen. In einem Häuschen können im Erdgeschoss zwei Doppelzimmer untergebracht werden, der Platz unterm Dach reicht für eine Einheit mit Schlafen, Wohnen und Essen für Familien.

Zunächst wird auf dem Gelände hinter dem bereits bestehenden Parkplatz gebaut. Die Familie Schaller hat sich zur Erweiterung entschlossen, weil auch die beiden Töchter Veronika (25) und Paula (22) in das Unternehmen mit einsteigen werden. Deshalb wird auf dem Areal noch eine separate Betriebsleiterwohnung gebaut. Auch eine Streuobstwiese als Ausgleichsfläche ist vorgesehen.

"Die Nachfrage ist da", sagt Schaller. "Wir tauschen uns auch mit den anderen Vermietern in Floß aus." Mittlerweile buchen die Gäste ihre Zimmer größtenteils über Online-Plattformen. Nur noch selten würde jemand anrufen. Die Personalsituation sei wie überall in der Gastronomie angespannt. "Doch wir sind jetzt in der Lage, diese Aufgaben in der Familie zu verteilen", erklärt Schaller.

Nicht nur Radler aus der Region kehren gerne in der Raststation ein, sondern auch viele Gruppen aus Tschechien. Vor allem Inlineskater aus dem Nachbarland nutzen die ehemalige schön asphaltierte Bahntrasse. "Wenn's den Bocklradweg nicht geben würde, wären auch wir nicht da", zieht der Wirt Bilanz.

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