Sophie Stich aus Floß ist im Alter von 97 Jahren verstorben. Noch hatte man sie bei den monatlichen Zusammenkünften des Seniorenkreises der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverband Floß, in bester Erinnerung. Ihre stets freundliche und aufgeschlossene Art, ihre Gesprächsbereitschaft und ihr Interesse am täglichen Geschehen des Marktes machten Sophie Stich, geborene Lebegern aus Hardtheim, zu einer beliebten und geschätzten Bürgerin von Markt und Land. Sie gehörte zu den ältesten Einwohnerinnen des Marktes. Ein Hausunfall zwang sie zum stationären Aufenthalt. Seitdem hat sie sich nicht mehr erholt. Am Samstag, 25. April, ist sie in der Palliativstation Neustadt friedlich eingeschlafen.
Trauer und Bestürzung herrschen bei Tochter Rosita und Schwiegersohn Franz, die bis zur letzten Stunde um sie besorgt waren. Sophie Stich war eine Flosserin aus echtem Schrot und Korn. Am 18. März 1929 erblickte sie in Hardtheim das Licht der Welt und wuchs mit ihren fünf Geschwistern, die ihr alle im Tod vorausgegangen sind, auf. Nach dem Besuch der Flosser Volksschule erlernte sie den Beruf als Verkäuferin bei der früheren Weka in Weiden.
Ehe und Eigenheim
Später arbeitete sie bei den Flosser Firmen Karl Schöffel und den Kabel- und Metallwerken. Den Bund fürs Leben schloss sie 1954 mit dem Flosser Steinmetz Erich Stich. Fleißig, strebsam und tüchtig war das Ehepaar Stich, das sich in Hardtheim ein Eigenheim baute, die Barbara-Kapelle als ewiges Andenken errichtete – sie gehört heute zu den kleinen Gotteshäusern im Markt – und schließlich einen in der Region bekannten eigenen Steinmetzbetrieb in Hardtheim aufbaute. Schwiegersohn Franz übernahm das Unternehmen bis vergangenes Jahr.
Ihre ganze Liebe und Sorge gehörten der Familie mit Enkelin Nadja. Ein schwerer Schicksalsschlag war der Tod ihres Mannes Erich im Jahr 2015. Liebevoll umsorgt hatte sie die beiden Urenkelkinder Helena und Elisa. Haus und Garten galten ihre ganze Freude und Sorgfalt. Sobald das Frühjahr und der Sommer kamen, konnte man Sophie Stich im Garten bei der Pflege von Gemüse, Pflanzen und Blumen sehen. Bis zum vergangenen Jahr war ihr das noch möglich.
Im Trauergottesdienst am Mittwoch in der katholischen Pfarrkirche St.-Johannes-der-Täufer würdigte Pfarrer Max Früchtl in eindrucksvoller Weise das Leben von Sophe Stich. Die Trauergemeinde verabschiedete sich mit den Liedern: „Wohin soll ich mich wenden“ und „Wir sind nur Gast auf Erden“.
Die Beerdigung fand anschließend im katholischen Friedhof statt.













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