11.11.2019 - 08:51 Uhr
FlossOberpfalz

SPD: "Nicht in Visionen verlieren"

Als ein „Angebot an die Flosser Bürger, das sich Sie schreibt“ bezeichnet die Landtagsabgeordnete Annette Karl die Gemeinderatsliste der SPD Floß, die wenige Minuten später mit 100 Prozent der Stimmen verabschiedet wird.

Die Gemeinderatskandidaten der SPD zeigen bei der Kandidatenkür, wo sie sich am 15. März 2020 das Kreuzchen der Wähler wünschen.
von Gabi EichlProfil

Geht es nach der Stimmkreisabgeordneten, dann setzen die Kandidaten dieser Liste die „Jahrzehnte währende SPD-Erfolgsgeschichte in Floß“ fort. "Dann knüpft der Bürgermeisterkandidat und Listenführer Robert Lindner an das an, was seine beiden Vorgänger Fred Lehner und Günter Stich seit 1972 für den Ort geleistet hätten", sagte Karl.

Lindner selbst sprach bei der Nominierungsversammlung im „Goldenen Löwen“ von einem „starken, lebenserfahrenen und kompetenten Team“. Die Kandidaten seien fest im öffentlichen Leben des Marktes verwurzelt, vielfältig in Vereinen und Organisationen engagiert. Mit Blick auf den Wahlkampf sagte Lindner, viele Themen würden auf den Nägeln brennen. Die Flosser Sozialdemokraten stünden für „fundierte und bodenständige Ziele“. Man strebe nach Ruhe und Kontinuität. Wichtig sei, sparsam zu wirtschaften, sich „nicht in Visionen zu verlieren“. Ziel sei eine nachhaltige Politik in Zusammenarbeit mit allen Parteien. Das Begonnene sei fortzuführen und zu Ende zu bringen. „Wir wollen keine Hochburgen schleifen wie andere, die wohl noch im Mittelalter leben“, sagt Lindner.

Den Kandidaten dankte Lindner ausdrücklich für die Bereitschaft, sich zur Wahl zu stellen, denn das bedeute auch, mit Anfeindungen leben zu müssen. Die 16 Männer und Frauen und die beiden Ersatzkandidaten stellen sich selbst vor und erläutern kurz ihre Beweggründe. Die Ortsvereinsvorsitzende Eli Dreßler, die wie alle amtierenden SPD-Markträte wieder antritt, nennt als Grund für ihre Kandidatur den Kampf für die Demokratie. Wenn man diese erhalten wolle, müsse man sich für Ämter wie das eines Marktrates zur Verfügung stellen.

Bürgermeister Günter Stich, der auf Platz 16 die Liste abschließt, will eigenem Bekunden zufolge seine kommunalpolitische Erfahrung weiter einbringen.

Der Ortsverein feiert am 22. November das 40-jährige Bestehen seines Magazins „Kontakt“. In der aktuellen Ausgabe stellt sich der Bürgermeisterkandidat auf drei Seiten ausführlich vor.

Info:

1. Robert Lindner, 56, Medizin-Controller; 2. Sabine Müller, 57, Prokuristin; 3. Markus Staschewski, 53, Studiendirektor; 4. Marina Höfner, 32, Hauswirtschafterin; 5. Alexander Meier, 32, Bürokaufmann; 6. Sabrina Lacher, 26, Firmenkundenberaterin; 7. Bernd Meier, 65, Verwaltungsangestellter i. R.; 8. Sarah Müller, 28, Schichtleiterin Integrierte Leitstelle; 9. Roland Gmeiner, 53, kaufmännischer Angestellter; 10. Anja Lehner, 48, Büroangestellte; 11. Daniel Lehner, 31, CAD-Konstrukteur; 12. Eli Dreßler, 67, Büroangestellte i. R.; 13. Andreas Lambrecht, 53, Polizeibeamter; 14. Noah Lugert, 22, Rettungssanitäter; 15. Lothar Kandler, 74, Steinmetz i. R.; 16. Günter Stich, 60, Bürgermeister. Ersatzkandidaten sind: Dominik Mittelmaier, 28, Student; Benjamin Eschenbecher, 20, Kfz-Mechatroniker.

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