Mit beispielhafter Kollegialität zeigten sich die Mitglieder, meist aktive und praktizierende Landwirte, in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zum Sparrerwirt" in Letzau. Darüber hatte Vorsitzender Wolfgang Bock, der eine Reihe von Ehrengästen begrüßen konnte, besondere Freude.
Eine Demonstration der Geschlossenheit gab es bei den Neuwahlen von Vorstand und Ausschuss. Die Neubesetzung war gut vorbereitet. Vorsitzender für die nächsten zwei Jahre ist der Grafenreuther Wolfgang Bock, zweiter Vorsitzender Matthias Stahl aus Gailertsreuth (neu), Kassier Maximilian Bär (Steinfrankenreuth) und Schriftführer Tobias Witt (Pauschendorf). Als Beisitzer fungieren Johannes Pröls (Floß) und Andreas Bär (Würzelbrunn). Kassenprüfer sind Joachim Wagner (Niedernfloß) und Jochen Gollwitzer (Gösen).
Von zufriedenstellenden Ernteerträgen und Einsatzzeiten der vereinseigenen Geräte und Maschinen im Geschäftsjahr 2019 berichtete der Vorsitzende. Doch die Verluste im Leben waren ungleich schwerer, sprach Bock den Unfalltod eines Mitglieds aus Haupertsreuth und den Großbrand in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Gösen an. Beim Grillfest habe man Familie, Freunde, gute Gespräche und Geselligkeit erlebt.
Bock rief alle Mitglieder auf, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, zumal gerade die Landwirte als egoistische Naturzerstörer angefeindet würden. "Das können wir uns auf Dauer nicht bieten lassen." Zustimmung erhielt er für seine Zusage, sich an der nächsten Rama-dama-Aktion des OWV durch kostenlose Bereitstellung von Maschinen und Geräten zu beteiligen.
Es ähnelte einem gewissenhaft aufgezeichneten Geschäftsbericht, was Schriftführer Tobias Witt über den Ablauf des vergangenen Jahres vortrug. Er erwähnte die Fahrt zum Landwirtschaftsfest nach Karpfham, die Weihnachtsfeier und das Starkbiertrinken in der Halle der Landtechnik Lindner sowie eine Infoversammlung über Düngeverordnung und KuLap-Programme. Der neue Kverneland Volldrehpflug ersetzte den bisherigen Pflug. Für die Bekämpfung des Maiszünslers wurde ein Wallner-Kombi-Gerät gekauft das prima funktioniere.
Durch die Anschaffung neuer Geräte gab es ein Minus in der Kasse, berichtete Maximilian Bär. Doch der Club stehe weiter auf gesundem Boden, bestätigte auch Revisor Walter Pröls.
Die Maschinenwarte informierten über den Einsatz von Geräten wie Silierwagen, Schneidewalze, Grünlandnachsaat, Pflug, Saatwalze und Astsäge. Sie machten deutlich, dass darin eine der Hauptaufgaben der Selbsthilfeeinrichtung liege.
Der Steuerberater Andreas Gierisch von der Beratungsstelle des BBV stellte sich als Referent von hoher Fachkompetenz vor. Gierisch befasste sich mit dem Steuerrecht in der Landwirtschaft und gab wichtige Infos zum Ablauf einer geordneten Hofübergabe.













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