Floß
19.08.2019 - 11:38 Uhr

Trauer um Karl Höllerer

Trauer um einen verdienten Flosser. Karl Höllerer, von allen Hans genannt, verstarb am 14. August. Nach einem Sturz 2016 war er auf Pflege angewiesen.

Nahezu 60 Jahre hat der Meisterbetrieb von Höllerer Firmengeschichte geschrieben. Nach dem Start 1951 wurden Handwerksbetrieb und Geschäft im Oktober 2009 an Enkel Matthias Wappmann übergeben. Solange es dem Seniorchef und seiner Frau Ingrid gesundheitlich möglich war, halfen sie gerne mit. Zwei Chorgemeinschaften hielt Höllerer lange Jahrzehnte die Treue. Seine Tenorstimme war sowohl im gemischten Chor des Liederkranzes 1862 als auch im evangelischen Kirchenchor, wo er über 60 Jahre aktiver Sänger war, gefragt.

Höllerer wurde am 26. November 1931 in Floß als jüngstes von vier Geschwistern geboren, wuchs im elterlichen Hause der Schreinermeisterseheleute Fritz und Margarete Höllerer auf, ging zur Volksschule und lernte bei der damaligen Flosser Firma Wilhelm Riebl das Mechanikerhandwerk im Elektro- und Motorenbau. Erfolgreich schloss er Gehilfen- und Meisterprüfung ab und machte sich mit seinem Schwager Hans Frank 1951 selbständig.

Die Firma Frank & Höllerer, die Motoren an höhere Lehranstalten für Lehrmittelzwecke und an die Industrie geliefert hat, war weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und ein Begriff. 1958 heiratete Höllerer die Flosserin Ingrid Lietz. Die beiden Kinder Karin und Thomas gehörten zum Familienglück. Höllerer fuhr gerne Motorrad und verschrieb sich in seiner Freizeit dem Chorgesang. Der Evangelischen Gemeindediakonie und der Feuerwehr hielt er die Treue.

Im Trauergottesdienst in der Kirche St. Johannes Baptista schilderte Pfarrer Dieter Schinke die Lebensstationen Höllerers. Der Kirchenchor mit Kantor Andreas Kunz an der Spitze dankte mit einem ehrenden Nachruf und den Liedern „Harre meine Seele" und „So nimm denn meine Hände" für jahrzehntelange Treue. Für den Liederkranz 1862 betrauerte Vorsitzender Alfons Lehner den Tod eines treuen und geschätzten Sängers, der dem Verein seit 1977 die Treue hielt. Liederkranz und des Kirchenchor beendeten mit Begleitung von Willibald Wirth (Violine) mit den „Irischen Segenswünschen" den Trauergottesdienst. Im Städtischen Friedhof in Vohenstrauß fand die Beisetzung statt.

 
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