Flossenbürg
25.09.2018 - 10:58 Uhr

Wie aus einer alten Jukebox

Dass die Musik seine Leidenschaft ist, war einen Abend lang zu hören und zu spüren. Carlo Haggard kam am Samstag mit seiner Akustikgitarre, einer überzeugenden Stimme und viel guter Laune in „Murphys Pilsstube“.

Carlo Haggard lässt spüren und hören, wie gut er sich auf die Musik versteht. "Es macht Spaß, ihm zuzuhören", stellen die Gäste fest. Bild: nm
Carlo Haggard lässt spüren und hören, wie gut er sich auf die Musik versteht. "Es macht Spaß, ihm zuzuhören", stellen die Gäste fest.

„Einen festen Programmablauf habe ich nicht“, lachte der Künstler. Den nächsten Titel geben die Gedanken vor, die ihm während des Auftritts durch den Kopf gehen. Allerdings bleibt nur Zeit für einen Bruchteil davon: „Mein Repertoire würde für Tage reichen. Rockklassiker gehören ebenso dazu, wie Countrymusik, Austro-Pop oder Lieder aus Irland.“

Die Zeitspanne der Songs reichte von den 1960er- bis in die 1990er-Jahre. Unwillkürlich stellte sich das Gefühl ein, vor einer alten Jukebox zu stehen und Titel aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen genießen zu dürfen, ohne die nötigen Groschen einwerfen zu müssen. „Wake up little Susie“ von den Everly Brothers war ebenso dabei, wie „Dust in the wind“, Reinhard Fendrichs „Strada del Sole“, „Devil in Disguise“ von Elvis, „Africa“ oder auch der Erfolgshit von Janis Joplin, „Me and Bobby McGee“.

Spaß machte nicht nur das Blättern in den alten Musikalben, sondern genauso die Stimme von Carlo Haggard. Egal, welches Genre, er traf immer den richtigen Ton, und das den ganzen Abend lang: „Singen strengt mich nicht an, es bereitet mir Freude.“ Und diese Freude hat er seit dem 14. Lebensjahr. Damals kaufte er sich die erste Gitarre und spielte wenig später in verschiedenen Bands mit. Vor vier Jahren erfüllte sich der in Baden-Württemberg lebende Künstler einen Traum. Er stieg aus seinem Beruf aus und widmet sich seitdem nur noch der Musik, vorwiegend als Solist.

Ein Zufall war es nicht, dass Haggard, sein richtiger Familienname lautet Helgert, in Flossenbürg spielte. Der gebürtige Flosser besuchte für ein paar Tage die Verwandten und war schon vor einiger Zeit mit „Murphy“, dem Inhaber der Kneipe, ins Gespräch gekommen. Beide zauderten nicht lange, als es darum ging, einen kurzweiligen Auftritt zu fixieren. Musikalisch geht es in „Murphy’s Pilsstube“ auch in den nächsten Wochen weiter. Am 13. Oktober ist „Crossing Railroad“ zu Gast. Der 10. November gehört der „Factoria Session Band“ und am 17. November spielt „Pat Four“ auf.

 
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