29.05.2019 - 10:14 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Erna und Mare warnen Senioren

Von Enkeltrick bis Kaffeefahrt: Ältere Menschen fallen oft auf betrügerische Machenschaften herein. Die Handpuppen „Erna“ und „Mare“ der Polizeipuppenbühne der Inspektion Weiden klärten die Flossenbürger Senioren auf.

Mit dem Puppenstück „Erna“ wurde im Theresienheim erfolgreiche Aufklärungsarbeit von der Polizei bei den Senioren geleistet.
von Autor CROProfil

Die Initiative ging von den Seniorenbeauftragten Birgit Neumann und Christina Rosner aus. Die Akteure Georg Hüttner, Helmut Fritsch und Thomas Nörl begrüßten die Gäste im Theresienheim mit einem selbstgetexteten Lied zur Melodie von Udo Jürgens´ „Mit 66 Jahren“ und führten so die Zuschauer zum Thema hin.

Das Puppenspiel handelt von einer verwitweten Hausfrau „Erna“, die alleine lebt. Sie bekommt einen Anruf, dass sie in einem Gewinnspiel den ersten Preis gewonnen habe. Für den nächsten Tag wird die Übergabe des Preises angekündigt und tatsächlich taucht ein Betrügerpärchen auf, dass die Witwe in ihr Haus bittet. Während ihr vom Mann der Hauptpreis überreicht wird, geht die Frau des Betrügers auf die Toilette. Welche Folgen das hatte, konnten die Besucher erahnen. Neben einer Bearbeitungsgebühr von 50 Euro, die „Erna“ bereitwillig bezahlte, war sie auch noch um die Rente in ihrer Kommode bestohlen worden.

Eine Kaffeefahrt in ein entlegenes Landgasthaus wird für „Erna“ und ihre Nachbarin „Mare“ zu einem teuren Erlebnis. Wie mit einer raffinierten Werbetaktik Senioren überrumpelt werden, machte Polizeihauptkommissar Helmut Fritsch am Beispiel von Pillen mit unterschiedlichen Wirkungsweisen anschaulich und humorvoll nach. Er übernahm die Rolle des Verkaufsleiters Alfons Skrupellos. In beeindruckender Weise zeigte er den Senioren die Arbeitsweise bei solchen Verkaufsveranstaltungen auf, bei der er mit dem Verkauf von Pillen mit den Namen „Hirni, Schmiri, Allroundi, Schussli und Blasi“ schauspielerisch brillierte.

Unter dem Motto „Preiswerter können sie sich ihre Gesundheit nicht erkaufen“ zeigte Fritsch, wie man den Teilnehmern einer Kaffeefahrt das Geld aus der Tasche zieht. Mit den Verkaufsargumenten „ Lässt dich dein Gedächtnis mal im Stich , dann hilft dir Hirni sicherlich“, „Plagt dich Kreuzweh in der Früh, nimm Schmieri und du bist fit wie nie “, Ob Blutdruck, Hühneraugen oder Schmerz in Ohren, nimm eine Allroundi und du fühlst dich wie neu geboren, „Nimm ne Blasi und im Nu, hast du viele Stunden Ruh`“ „Wer nichts kauft, wird auch nicht nach Hause gefahren“ drohte der von Fritsch dargestellte Verkaufsleiter Alfons Skrupellos.

„Wie hätte man die Taten verhindern können?“, wurde am Ende der fast einstündigen Vorstellung gefragt. Lassen Sie keine Fremden in ihr Haus“, lautete nur eine von vielen Empfehlungen. In einer zwanglosen Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen wurde dann so manches noch vertieft. “Wir möchten Sie nicht ängstigen, wir wollen Sie nur sensibilisieren. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei und wählen Sie die Notrufnummer 110 und bleiben sie misstrauisch“, sagten die Polizeibeamten abschließend zu den Senioren.

Polizeihauptkommissar Georg Hüttner hat seine Gitarre mitgebracht und stimmt das Udo Jürgens Lied „Mit 66 Jahren“ an.
Die Seniorenbeauftragten Birgit Neumann (Zweite von links) und Christina Rosner (Zweite von rechts0) danken den Puppenspielern Helmut Fritsch, Georg Hüttner und Thomas Nörl (von links).

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