Flossenbürger Burschenverein stampft Sauerkraut

Flossenbürg
07.11.2022 - 17:42 Uhr

Wer auf seine Verdauung baut, ist Flossenbürger Sauerkraut. Doch vor dem Genuss stand, so wie fast überall, die Arbeit. Genau deswegen trafen sich unerschütterliche 17 Mitglieder des Flossenbürger Burschenvereins am vergangenen Samstag, um die Kleinigkeit von 30 Zentner (oder 1,5 Tonnen) Weißkraut, das vorher natürlich gehobelt werden musste, in die Fässer einzustampfen.

Das Weißkraut stammt vom Fruchthof in Frauenricht bei Weiden. Es versteht sich von selbst, dass alle Teilnehmer die Füße zuvor gewaschen und desinfiziert haben. Um die Jungs anzufeuern, spielte dazu vom CD-Player bayerische Blasmusik. Versehen mit einem Jahrzehnte alten Gewürzrezept achtete "Sauerkrautchef" Josef Strunz auf die korrekte Abfolge der Prozedur. Seit 60 Jahren macht Strunz Sauerkraut, der Burschenverein seit 12 Jahren – mit zunehmendem Erfolg und Beliebtheit.

Das Bayerische Fernsehen filmte die anstrengende und schweißtreibende Arbeit. Der Beitrag wurde im BR-Fernsehen am Montag bereits in "Wir in Bayern" gesendet und ist danach noch in der Mediathek des Senders abrufbar.

Als Ausgleich für den Wasserverlust gab es selbiges wieder von oben in den Körper hinein – jedoch meistens in Form von bayerischem Bier. Sichtlich erleichtert waren die Burschen als nach etwa vier Stunden die Arbeit fürs Erste getan war. Jedoch wartet auf den Flossenbürger Burschenverein unter Leitung vom Strunz-Sepp eine weitere Mammutaufgabe: der Verkauf. Er findet am Samstag, 17. Dezember, ab 10 Uhr am Gelände des Flossenbürger Bauhofs statt.

Gerne kann man das Sauerkraut vor dem Kauf probieren. Damit es noch besser schmeckt, gibt es dazu verschiedene Würste und Surfleisch. Um die Wartezeit zu überbrücken, wird musikalische Unterhaltung angeboten. Damit die Besucher diese gourmetgleichen Speisen nicht "trocken" essen müssen, gibt es dazu bayerisches Bier, aber auch alkoholfreie Getränke. Mitzubringen sind: gute Laune, Geduld, Gefäße für das Sauerkraut (Büchsen, Eimer oder Kisten) und etwas Kleingeld.

 
 

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