17.02.2020 - 13:49 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Freie Wähler Gemeinschaft Flossenbürg stellt sich vor

Sie traten gegen starke Konkurrenz an, konnten aber immerhin 50 Leute bewegen, ins Theresienheim zu kommen. Parallel zum Veitshöchheimer Fasching stellte die Freie Wählergemeinschaft (FWG) ihre Kandidaten und ihr Programm vor.

Als Rosenkavalier agierte bei der Freien Wählergemeinschaft Karlheinz Grundler. Am Freitag gab es nicht nur Informationen sondern auch Blumen, allerdings nur für Frauen.
von Bernhard NeumannProfil

Stefan Erndt präsentierte den Gästen, darunter Bürgermeister Thomas Meiler (CSU), Stellvertreter Alexander Sailer (FWG), SPD-Bewerber Holger Bannert, sowie eine Reihe von Gemeinderäten, die 24 Frauen und Männer der FWG-Liste.

Alle nahmen kurz Stellung zum Grund ihres Engagements. Der Bogen spannte sich vom Potenzial, aus dem Flossenbürg schöpfen kann, über den Wunsch nach mehr Transparenz bis hin zum Anliegen, sich für alle Generationen und alle Schichten zu engagieren. Spitzenkandidatin und FWG-Fraktionschefin Birgit Neumann blickte zurück: „Wichtiges Ziel war es bisher schon, die Infrastruktur, alle Altersgruppen und speziell die Familien zu fördern. Da hat sich einiges bewegt.“ Neumann berichtete von ihrem Engagement als Seniorenbeauftragte: „Bei den regelmäßigen Zusammenkünften wird deutlich, wie wichtig es ist, sich die Sorgen und Nöte anzuhören.“ Als konkretes Beispiel nannte die Sprecherin die Barrierefreiheit, beispielsweise im Theresienheim.

Ein extrem hoher Stellenwert komme dem Eintreten für Zuzüge und gegen Abwanderung zu. Unverzichtbar seien dabei der Kindergarten, die Schule und eine Ganztagesbetreuung: „Als es zu krankheitsbedingten Ausfällen kam, halfen wir.“ Unterstützt wurden von der FWG das neue Baugebiet am Kapellenberg mit der Erweiterung und die Sanierung des Wohngebäudes in der Flosser Straße. Zum geplanten Neubau in der Birkenstraße bedurfte es Diskussionen: „Er ist nach meiner Meinung nötig, wenn wir den sogenannten 12er-Block sanieren wollen.“

So gut wie in den zurückliegenden Jahren werden staatliche Zuschüsse in Zukunft nicht mehr fließen: „Unsere eigene Finanzkraft liegt höher und wir haben trotz großer Investitionen viel an Schulden abgebaut. Es darf aber keinen Stillstand geben. Entscheidend wird es sein, Projekte unter die Lupe zu nehmen, Vor- und Nachteile oder auch Folgekosten zu bedenken.“ Als existenziell wichtig für Flossenbürg nannte zweiter Bürgermeister Alexander Sailer das Arbeitsplatzangebot und die Grundversorgung: „Wenn das passt, dann lässt sich ein weiterer Bevölkerungsschwund stoppen.“

Glänzen könne der Ort beim Vereinsleben und beim ehrenamtlichen Engagement. Das Kommunalunternehmen „KSF“ erfordere weiterhin eine große und konsequente Aufmerksamkeit ohne Parteibrille. Für Pluspunkte bei der Sanierung der Freizeitanlage am Gaisweiher haben auf finanzieller Ebene die geschaffenen Photovoltaikanlagen beigetragen: „Das Interesse bei Fragen rund um die erneuerbaren Energien ist in der Bevölkerung generell hoch. Wir müssen aber aufpassen, in Flossenbürg nicht zum Versuchskaninchen zu werden.“

Zur Debatte „Osti-Granitsteinbruch“ vertrat Sailer die Meinung, dass jetzt die „große Politik“ gefordert sei: „Nicht vergessen werden darf auf die betroffenen Arbeitnehmer.“ Ein striktes Nein werde es zu einem Burgmuseum am Burgweiher geben: „Der extrem schwierige Standort lässt das nach unserer Meinung nicht zu. Über eine andere Stelle lässt sich reden.“ Wortmeldungen waren an dem Abend nicht vorgesehen. Nach einer Stunde schloss Neumann die Wahlversammlung: „Sie sehen jetzt sogar noch einen Großteil des Faschings in Veitshöchheim.“ Einfach so heimgehen war dennoch nicht angesagt. Die Frauen im Saal freuten sich über die verteilten Rosen: „Heute ist Valentinstag.“

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