Flossenbürg
05.08.2019 - 12:43 Uhr

Harter Granit in Künstlerhänden

Kreativität und Urgestein: Eine gute Kombination für elf Studenten der „Edith Maryon Kunstschule Freiburg“. Zwei Wochen läuft in der Grenzgemeinde eine Stein-Exkursion. Das Ergebnis wird am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert.

Verena Reimann (rechts) kennt den Flossenbürger Granit inzwischen sehr gut. Was ihre Kursteilnehmer aus dem Gestein machen, wird am kommenden Freitag ab 17.30 Uhr im Plattenbergsteinbruch in der Waldkirchner Straße zu sehen sein. Bild: nm
Verena Reimann (rechts) kennt den Flossenbürger Granit inzwischen sehr gut. Was ihre Kursteilnehmer aus dem Gestein machen, wird am kommenden Freitag ab 17.30 Uhr im Plattenbergsteinbruch in der Waldkirchner Straße zu sehen sein.

Dass die Gruppe um Kursleiterin Verena Reimann wieder in Flossenbürg ist, darüber freuen sich zahlreiche Einheimische. Im Laufe der Jahre entwickelten sich gute Kontakte und Freundschaften. Reimann brachte heuer im Rahmen der berufsbegleitenden und künstlerischen Ausbildung neun Frauen und zwei Männer mit in die Grenzgemeinde. Eine wichtige Rolle spielt die Praxis, angefangen von den Eigenschaften des Granits bis hin zur Arbeit mit der Flex oder mit Hammer und Meißel.

Mehr erfahren sollen die Teilnehmer vor allem zu ihrem Werkstoff Granit. Ein Abstecher zu einem Steinbruch durfte dabei ebenso wenig fehlen, wie Einblicke zur Weiterverarbeitung und Veredelung des Urgesteins. Spannend und spektakulär wurde es, als die Gruppe – aus sicherer Entfernung – vor Ort eine Sprengung miterleben konnte.

Reimannn sagte zum abwechslungsreichen Programm: „Es geht darum, ein Gefühl der Wertschätzung für den Granit zu entwickeln und zu stärken. Da drängt sich der Vergleich mit der Milch auf. Kaum jemand macht sich bewusst, wie viel Arbeit dahinter steckt, bis sie im Supermarkt steht. Mit dem Granit ist es ähnlich. Es gilt, mit dem, was wir in der Natur finden, richtig und bewusst umzugehen.“

Zu den Aspekten zählte das intensive Kennenlernen des Gesteins. Jeder Teilnehmer durfte sich seinen persönlichen „Felsen“ aussuchen. Der Fantasie beim Bearbeiten sind keine Grenzen gesetzt, nicht bei der Form und nicht bei der Oberflächengestaltung. Gefragt sind heuer Steine mit einem blauen Schimmer. Leicht sei es nicht, mit dem harten Material richtig umzugehen. Reimann und die vorbeischauenden Besucher sparten nicht mit Expertentipps und Erfahrungswerten. Tatkräftige Unterstützung kam von den Granitwerken Baumann.

Die praktischen Ergebnisse der zwei Wochen werden am Freitag, 9. August, zu sehen sein. Reimann und die Künstler laden alle Interessenten zur Vernissage ein. Sie beginnt um 17.30 Uhr im Plattenberg-Bruch der Granitwerke Baumann. Zu finden ist er am Ende der Waldkirchner Straße. Die Gruppe begleitet die Gäste auf einem Spaziergang durch das Ausstellungsgelände, stellt das Geschaffene vor und freut sich auf Gespräche. Dabei soll es nicht nur um den Granit gehen. Die Tage und die Impressionen in Flossenbürg liefern viel Stoff für interessante Unterhaltungen.

 
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