Flossenbürg
01.04.2019 - 10:04 Uhr

Kompliziertes Rentenrecht

Wie sehr das Thema Rente die Menschen bewegt, zeigte sich bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und dem angegliederten Männerverein. Im Theresienheim gab es für 35 Mitglieder und Gäste Informationen zu Neuerungen.

KAB-Vorsitzender Franz Völkl (rechts) würdigt das Fachwissen von Josef Wismet: "Er versteht es, uns das diffizile Rentenrecht näher zu bringen." Bild: nm
KAB-Vorsitzender Franz Völkl (rechts) würdigt das Fachwissen von Josef Wismet: "Er versteht es, uns das diffizile Rentenrecht näher zu bringen."

Vorsitzender Franz Völkl eröffnete den Abend mit dem Hinwei: „Vom Diözesanverband ist Josef Wismet zu uns gekommen. Mit ihm haben wir einen Experten gewinnen können.“ Der Referent wird im Übrigen bereits am Donnerstag, 4. April, um 13 Uhr erneut im Theresienheim sein. Dann zu einer für Mitglieder kostenlose Sprechstunde rund um Fragen zum Renten- und Sozialrecht. „Zum Auftakt darf ich ihnen etwas Positives vorstellen“, erläuterte Wismet ein Schaubild zu den Rentensteigerungen. Die nächste Anhebung stehe in wenigen Monaten bevor und auch die zurückliegenden Jahre könnten sich sehen lassen: „Mit Werten deutlich über der Inflationsrate. Jubel ist dennoch nicht angebracht. Wenn sich die gute Beschäftigungslage ändert, kann sich das schnell wieder ändern.“

Wichtige Hinweise gab es zur Flexirente. Dabei geht es sich nicht um eine neue Rentenart, sondern um den Hinzuverdienst bei vorgezogenen Alters- oder bei Erwerbsminderungsrenten: „Bisher war das auf monatlich 450 Euro limitiert, jetzt liegt die Grenze bei jährlich 6300 Euro.“ Das könne Vorteile mit sich bringen, auf steuerliche Aspekte und die Meldepflichten dürften die Betroffenen aber nicht vergessen. Zuschläge zur Rente gebe es, wenn jemand länger arbeite: „Mir ist allerdings noch niemand begegnet, der das nutzt.“

Hintergründe erläuterte der Referent zur Hinterbliebenenrente. Das reichte vom neuen Recht mit einer Kürzung von 60 auf 55 Prozent bis hin zu den Anspruchsvoraussetzungen. Für viel Unruhe habe die Rentenbesteuerung gesorgt: „Auch wenn derzeit nur jeder vierte Rentner eine Steuererklärung abgeben muss, nehmen sie das nicht auf die leichte Schulter. Es kann unter bestimmten Voraussetzungen durchaus zu gravierenden Nachforderungen kommen.“

Der Bogen zu zahlreichen weiteren Tipps spannte sich von den Möglichkeiten, Rente vorgezogen in Anspruch zu nehmen, bis hin zur Rente für Pflegepersonen: „Da müssen sie sich rechtzeitig selbst darum kümmern. Das läuft nicht automatisch.“

 
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