08.04.2020 - 12:04 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Die letzten Bauplätze am Kapellenberg

Unübersehbar, dass etwas nicht stimmt: ein einziger Zuhörer in der Gemeinderatssitzung. Normalerweise sind fast alle Zuhörerplätze belegt. Corona-Krise auch im Gemeinderat. Die Räte selbst sitzen deutlich von einander entfernt.

von Gabi EichlProfil

Das Baugebiet Kapellenberg soll erweitert werden, das hat der Gemeinderat schon im Februar beschlossen (die Oberpfalz-Medien berichteten). In der jüngsten Sitzung wurde nun das vorletzte freie Grundstück verkauft und den Worten Bürgermeister Thomas Meilers zufolge gibt es auch für das letzte Grundstück schon ernsthafte Interessenten. Damit geht dann bis zur Erweiterung nichts mehr am Kapellenberg. Der Grundstückspreis lag bisher bei 44 Euro je Quadratmeter zuzüglich der Ergänzungsbeiträge für die Wasser- und Abwasserversorgung. Diesen Preis werde man aber wegen der stark gestiegenen Baupreise wahrscheinlich nicht mehr halten können, hatte Meiler in der Sitzung im Februar gesagt.

Sein Einvernehmen erteilt der Gemeinderat dem in der letzten Sitzung zurückgestellten Bauantrag auf Errichtung einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in St. Ötzen. Die Lagerhalle mit einer Größe von 30 auf 15 Meter soll hinter einem Wohnhaus entstehen und somit von der Straße aus nicht sichtbar sein.

Keine Einwände hat der Gemeinderat gegen die geplanten Änderungen des Bebauungsplanes Windlohe der Nachbargemeinde Plößberg. Die Änderungen umfassen die Umwandlung der Art der baulichen Nutzung (von Wohngebiet in Mischgebiet), die Beschränkung der Firsthöhe von Hauptgebäuden auf zehn Meter, die Ergänzung von Dachformen sowie die Erweiterung der Festsetzungen bei Dacheindeckungen. Außerdem beabsichtigt der Markgemeinderat Plößberg, für einen Teil des Gebietes den Bebauungsplan aufzuheben. Wegen erhöhter Lärmwerte angrenzender Betriebe seien die Voraussetzungen für ein allgemeines Wohngebiet im südlichen ortsferneren Teil des Baugebietes nicht mehr gegeben, so dass der Bebauungsplan Windlohe nur noch im nördlichen Teil erforderlich sei, heißt es aus Plößberg.

Ebenfalls keine Einwände hat der Gemeinderat gegen den Entwurf der 2. Erweiterung des Bebauungsplanes GE Betzenmühle. Dessen Ziel ist es, aufgrund des erhöhten Flächenbedarfs der Firma Ziegler Holding GmbH, das bestehende Gewerbegebiet an der Betzenmühle in Richtung Süden und Westen zu erweitern. Die Planungsfläche ist zu einem Teil bereits als Gewerbefläche ausgewiesen, zum anderen Teil noch forstwirtschaftliche Fläche.

Dank für engagierte Mitarbeit

Mit Ablauf der Wahlperiode am 30. April scheiden aus dem Gremium die Gemeinderäte Peter Schwanitz (CSU), Rudi Hauke (CSU), Christian Stahl (SPD), Thomas Pentner (SPD) und Andrea Egner (SPD) aus. Deren Verabschiedung müsse aufgrund der Coronakrise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, sagt Meiler, werde aber auf jeden Fall stattfinden.

Der Bürgermeister bedankt sich vorab schon für das Engagement der fünf Gemeinderäte, von denen jeder seine Stärken eingebracht habe, um für Flossenbürg das Beste zu erreichen. Diese Arbeit sei nicht selbstverständlich, sie koste viel freie Zeit.

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