25.10.2019 - 10:28 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Der Major geht, der Hauptmann kommt

Die Begriffe Wertschätzung und Verbundenheit spielen beim Übergabeappell vor dem Rathaus eine wichtige Rolle. An der Spitze der 3. Batterie des Artilleriebataillons 131 steht nun Daniel Madeheim. Er löst Andreas Leischner ab.

Hauptmann Daniel Madeheim bekam den Wimpel der 3. Batterie, den zuvor der Kommandeur des Artilleriebataillons 131, Oberstleutnant Sven Zickmantel, von Major Andreas Leischner in Verwahrung nahm (vorne, von rechts).
von Bernhard NeumannProfil

Der Kommandeur des Artilleriebataillons 131, Oberstleutnant Sven Zickmantel, freute sich über den Rahmen für die Feierlichkeiten: „Zwischen der 3. Batterie und der Gemeinde Flossenbürg existiert eine Patenschaft, die bis 2013 zurückreicht. Es ist ein imponierendes Zeichen für ein gelebtes Miteinander, wenn die Übergabe inmitten des Ortes, vor dem Rathaus und am Fuße der Burg stattfindet. Mit dabei waren neben Soldaten aus der Weidener Ostmarkkaserne die Mitglieder des Gemeinderats und eine stattliche Zahl von Flossenbürgern. Gekommen waren im Weiteren die Familien des scheidenden und des neuen Batteriechefs.

Zickmantel würdigte an dem Abend den Wunsch der Gäste, das Geschehen persönlich mitzuerleben. Das habe nichts mit „blinder Dankbarkeit“ für die Arbeit der Soldaten zu tun, sondern vielmehr mit Interesse für ein Engagement in Deutschland, in Mali, im Senegal, im Kosovo oder an der Nato-Außengrenze: „In Flossenbürg und generell in der Oberpfalz gibt es noch eine solche aus der inneren Haltung resultierende Wertschätzung.“

Bedauern galt dem Umstand, dass es nicht überall in Deutschland möglich ist, einen solchen Appell in der Öffentlichkeit abzuhalten: „Durch ihr Kommen erfahren die Soldaten, dass es den Menschen durchaus wichtig ist, wenn es ein Eintreten für sie und für die Rechte der Menschen gibt. Am heutigen Abend wird ihnen der Rücken für die schwierigen Aufgaben gestärkt. Das ist wichtig und das verdient ein Kompliment.“ Ein Lob galt zudem der „Blaskapell’n Flossenbürg“ unter Leitung von Franz Völkl. Die Musikanten kümmerten sich um den musikalischen Rahmen.

Bürgermeister Thomas Meiler erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen und Treffen in der Grenzgemeinde oder in der Ostmarkkaserne: „Sie waren geprägt von Kameradschaft, Respekt und gegenseitiger Achtung. Mit Major Leischner gab es einen verlässlichen Fürsprecher der Patenschaft.“ Die sich eröffnenden Einblicke in die Arbeit der Bundeswehr seien nur ein Aspekt des Miteinanders. Nicht vergessen werden dürfe auf interessante Gespräche, die gegenseitige Hilfe und die entstandenen Freundschaften.

„Die Patenschaft mit Leben zu erfüllen, das ist uns gemeinsam gelungen“, schloss Meiler ein positives Kapitel und wünschte Major Leischner Erfolg für den weiteren, beruflichen und privaten Lebensweg. Er bleibt als Stabsoffizier in Weiden. Verbunden waren die guten Wünsche mit einer Bitte an Hauptmann Madeheim: „Führen wir die Patenschaft miteinander und erfolgreich weiter. Sie ist in unserem Ort tief verwurzelt. Unsere Türen stehen weit offen.“

„Eine solch aktive Patenschaft beweist, dass Wertschätzung keine hohle Floskel ist“, wertete Stephan Oetzinger das Miteinander von Soldaten und Bevölkerung. Der Landtagsabgeordnete ließ keinen Zweifel daran, dass es bei der Bundeswehr im Übrigen nicht um das anonyme Ableisten eines Dienstes geht: „Hinter jeder Uniform steht ein Mensch. Jeder Soldat leistet seinen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft.“

Der feierliche Schlusspunkt des vom Kasernenkommandanten Alexander Schmidt geleiteten Appells war die offizielle Übergabe der Batterieführung. Oberstleutnant Zickmantel entband Leischner von seinen Pflichten und wünschte dem Nachfolger eine glückliche Hand. Madeheim gehört der Bundeswehr seit 2007 an: „Ich bin glücklich über die neue Aufgabe. Die 3. Batterie ist ein ‚eingeschworener Haufen’ und das Miteinander mit Flossenbürg lässt einen spannenden und interessanten Verlauf erwarten.“

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