(nm) Der stellvertretende Leiter des Flossenbürger Forstbetriebs Ingo Greim und Markus Kraus, er kümmerte sich um Organisation und Ablauf, stellten das neue Haus am Mittwoch vor. Es ist acht Meter lang, fünf Meter breit und komplett mit Douglasienbrettern verkleidet. Das passt zum Anbau des bestehenden Forstgebäudes und fügt sich durchaus harmonisch in die Gesamtansicht ein. Geplant wurde das Gebäude vom Neustädter Architektenbüro Binner.
Zur Optik gab es im Vorfeld einige Bedenken. Die wurden durch den Bau widerlegt. Die „Wildkammer“ stört trotz der Lage unmittelbar an der Hauptstraße nicht. Rücksicht genommen wurde auch auf den benachbarten Kindergarten. Der Forstbetrieb vergrößerte den Abstand und brachte zusätzlich einen Sichtschutz an. Anstrengungen waren auch in finanzieller Hinsicht erforderlich. Die Kosten bewegen sich deutlich jenseits von 100.000 Euro.
Die Maßnahme sieht der Forstbetrieb als Bekenntnis zur Jagd als Form nachhaltiger Ressourcennutzung. Sie gewährleistet es, den Schwarzwildbestand zu regulieren oder auch den Bestand geschonter Wildarten zu sichern. Wobei der vom Gesetzgeber vorgegebene Leitsatz „Wald vor Wild“ durchaus seine Berechtigung habe. Die beiden Forstleute verweisen auf die Verjüngung des Waldes: „Bei zu viel Verbiss lässt sich das nicht oder nur mangelhaft erreichen.“
Hygiene und Qualität des Wildbrets hat hohe Priorität. Leicht machen es sich die Jäger nicht. Immerhin fallen jährlich mehrere Hundert Stück Schalenwild an. Die neue Wildkammer ermöglicht den Forstleuten die gute Vermarktung. Selbst aufessen können sie das anfallende Fleisch jedenfalls nicht: „Wir legen Wert auf kurze Wege und verkaufen es als hochwertiges Lebensmittel an Gaststätten, Wildhändler und genauso an Endverbraucher.“ Eine Frage blieb am Mittwoch offen. Greim und Kraus hatten keine Antwort zur künftigen Nutzung der alten Wildkammer parat. Ein Verwendungszweck stehe bislang nicht fest.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.