28.05.2021 - 11:59 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Neuer Wirt am Gaisweiher: Hans-Rudolf Hüttel ist zurück

Erst ein Rechtsstreit mit der Vorpächterin, dann Corona. Doch nun hat die Gemeinde Flossenbürg einen neuen Wirt für das Gaisweiher-Gasthaus gefunden. Er ist kein Unbekannter - und hat auch schon eine Idee, was er künftig servieren will.

Bauhofleiter Alexander Klettner und Bürgermeister Thomas Meiler (von rechts) sind angetan vom Grillstand Hans-Rudolf Hüttels. Der Oberfranke (Dritter von rechts) will demnächst auch im Gaisweiher-Gasthaus den Herd anheizen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Im Sommer 2020 gab Hans-Rudolf Hüttel nach 18 Jahren die Gastronomie in der Max-Reger-Halle in Weiden auf. Er wollte sich auf sein Hauptstandbein, den Landgasthof "Waldlust" in Bischofsgrün, konzentrieren. Damals hatte er bereits angedeutet, dass er durchaus mal wieder in der Region auftauchen könnte. Nun ist es soweit. Zum 1. Juni beginnt sein Pachtverhältnis am Gaisweiher. Der Vertrag mit dem Kommunalservice Flossenbürg, einem Tochterunternehmen der Gemeinde, läuft über zehn Jahre.

"Es gab einige Bewerber, aber die Auswahl war trotzdem beschränkt. So richtig qualifiziert war nur Herr Hüttel", sagt Bürgermeister Thomas Meiler. Was er damit meint: Die Erfahrung, ein Restaurant mit 130 Sitzplätzen plus 20 weiteren auf der Terrasse zu führen, bringt der Oberfranke mit. Der Betrieb ruhte fast zwei Jahre lang.

Wann Hüttel tatsächlich eröffnet, hängt von der Entwicklung der Pandemie und möglichen Lockerungen ab. "Dahingehend haben wir die Zahlungsmodalitäten flexibel gestaltet", erklärt Meiler. Nun muss auch ein Hygienekonzept her. In der Zwischenzeit bekommen Interessierte einen Vorgeschmack auf die Hüttel-Küche am Grillwagen neben dem Gasthaus. Dort versorgen Mitarbeiter des neuen Wirts Camper und Ausflügler mit Steaksemmeln oder Currywurst. Der Campingplatz ist an den Wochenenden bereits gut gebucht, sagt Meiler.

"Die Herausforderung ist groß", hat Hüttel Respekt vor der Aufgabe. Sein Gastrokonzept ist noch nicht fertig, das Gerüst dafür aber schon: deutsche Küche, Schmankerlwochen, Themenwochen, Abholservice, zur Hauptsaison mal ein Burger- oder Crepês-Stand. Die Öffnungszeiten stehen noch nicht fest. "Irgendwann im Juni", will Hüttel auf der Terrasse loslegen. Sein Personal kommt aus Bischofsgrün oder aus der Max-Reger-Halle. Dort hat einst Michael Schulze gekocht. Er soll auch am Herd am Gaisweiher der Chef sein.

Das ist nicht die einzige Neuerung rund um das Ausflugslokal. Meiler: "Unser Zeltplatz und die Badelandschaft werden wird jetzt auch mit Wlan versorgt. Möglich macht das ein Glasfaseranschluss, mit dem Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s erreichbar sind."

Der Rechtsstreit der Gemeinde Flossenbürg mit der Vorpächterin des Gaisweiher-Restaurants

Flossenbürg

 

 

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