08.05.2019 - 09:30 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Ortsmitte herausputzen

Die Gemeinde soll aufblühen. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Die Kommune beteiligt sich am "Blühpakt Bayern" und will mit Hilfe der Städtebauförderung den Umgriff des Rathausvorplatzes neu gestalten.

Der Rathausvorplatz soll als ein Schwerpunkt der Ortsmitte aufgewertet werden. Der Gemeinderat hat als ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie beschlossen.
von Gabi EichlProfil

„Der Bereich in der Ortsmitte ist es wert, ihn aufzuwerten“, sagte Bürgermeister Thomas Meiler in der Gemeinderatssitzung. Ziel ist nun ein vorzeitiger Baubeginn für eine Maßnahme, die schon mehrfach verschoben wurde. Es geht um einen Abschnitt der Hohenstaufenstraße mit den Schwerpunkten Rathausplatz und Vorplatz evangelische Kirche. Als erstes soll nun eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, für die dem Gemeinderat ein Angebot der Juretzka Architekten GmbH über 11.662 Euro vorlag. Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag einzureichen.

An der Aktion „Blühpakt Bayern“ des Umweltministeriums beteiligt sich die Gemeinde, indem sie aus verschiedenen Grünstreifen Blühflächen macht. Begleitet und gefördert wird sie dabei von der Unteren Naturschutzbehörde. Vorerst sollen solche Blühstreifen neben dem Treppenaufgang Schlesierweg-Egerlandstraße entstehen, an der Böschung vor der Turnhalle, auf der Grünfläche am Mehrfamilienhaus in der Floßer Straße 6 und auf der Grünfläche an der Abzweigung Rumpelbach-Hildweinsreuth, wo es bereits eine Streuobstwiese gibt.

Die im Herbst vergangenen Jahres gegründete ILE Naturparkland - ILE steht für Integriertes ländliches Entwicklungskonzept - will hören, was die Bewohner der beteiligten Gemeinden an Vorstellungen und Wünschen für die Zukunft ihrer Heimatorte haben. Auch in Flossenbürg können sich die Bürger demnächst mit Hilfe der Online-Befragung LE.NA dazu äußern, wie sie sich Leben, Wohnen, Infrastruktur, Sicherheit, Umwelt, Kultur und Wirtschaft in ihrer Gemeinde in den nächsten Jahrzehnten vorstellen. Der Link zur Befragung findet sich in Kürze auf der Homepage der Gemeinde, alternativ gibt es im Rathaus auch eine gedruckte Version zum Ausfüllen.

In die Zukunft denken

Den Worten des Bürgermeisters zufolge geht es nicht um eine notwendige Straßensanierung vor der eigenen Haustür oder um den Wunsch nach einer zusätzlichen Straßenlampe, sondern um ein kreatives In-die-Zukunft-Denken. „Ich bin heute schon gespannt, was dabei rauskommt“, sagte er.

Das Projekt Simultankirchen-Radweg des Fördervereins Simultankirchen in der Oberpfalz unterstützt die Gemeinde beim Anbringen der zusätzlichen Hinweisschilder, eine finanzielle Beteiligung kann sie sich jedoch als Konsolidierungsgemeinde derzeit noch nicht erlauben.

Konsolidierungsgemeinde will Flossenbürg vorerst bleiben, auch wenn es als eine solche alle Einnahmen und Ausgaben der Regierung vorlegen und nachweisen muss, dass es seine Einnahmemöglichkeiten vollständig ausschöpft. Der Gemeinderat hat die vorgelegte Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes einstimmig beschlossen.

"Groteske Verschwendung"

Peter Schwanitz (CSU) beklagte die zusätzliche Beschilderung auf dem Weg zum Gaisweiher als eine „groteske Verschwendung von Steuergeldern“. Er habe um die 50 neue Schilder aller Art gezählt. Meiler erwiderte, die Beschilderung sei der Gemeinde vorgeschrieben, man habe sogar einige Schilder weggelassen.

Das Theresienheim soll nach der aktuell laufenden Sanierung im September wieder eröffnet werden. Meiler sprach von einer „sehr schönen Geschichte“. Jugendliche hätten zum Beispiel zusammen den Keller für ihren künftigen Jugendraum ausgeräumt.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.