Flossenbürg
10.10.2019 - 10:35 Uhr

Pfarrer Sörgel nimmt den Hut

Wehmut wird am Sonntag, 13. Oktober, bei allen Beteiligten dabei sein. Pfarrer Herbert Sörgel verabschiedet sich in den Ruhestand.

Vor mehr als 15 Jahren kam Pfarrer Herbert Sörgel (Vierter von links) in die Grenzgemeinde. Damals überreichte der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Hans Hör (Fünfter von links) symbolisch Brot und eine Kerze. Am kommenden Sonntag (13. Oktober) heißt es Abschied nehmen. Archivbild: nm Archivbild: nm
Vor mehr als 15 Jahren kam Pfarrer Herbert Sörgel (Vierter von links) in die Grenzgemeinde. Damals überreichte der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Hans Hör (Fünfter von links) symbolisch Brot und eine Kerze. Am kommenden Sonntag (13. Oktober) heißt es Abschied nehmen. Archivbild: nm

Mit dem Gottesdienst in der Pankratiuskirche und dem Empfang im Bonhoefferhaus geht eine Ära von mehr als 15 Jahre in der Grenzgemeinde zu Ende.

Im Frühjahr 2004 zog der evangelische Geistliche mit der Familie in das Pfarrhaus in der Schloßbergstraße ein und übernahm die Amtsgeschäfte für die Kirchengemeinde. Er kam als Nachfolger für den heute in Sulzbach-Rosenberg tätigen Dekan Karlhermann Schötz und war zuvor im oberbayerischen Traunreut eingesetzt. Der Umzug vom Süden in den Norden Bayerns war eine Herausforderung, die Sörgel glänzend bewältigte.

Hoch lag die Messlatte bei der Gedenkstättenarbeit. Mit Fingerspitzengefühl, Wissen und Hoffnungen ging der Pfarrer die Aufgabe an. Er beeindruckte mit seinem Engagement und dem erfolgreich umgesetzten Willen, die Menschen für die Thematik zu gewinnen. Besonders am Herzen lagen ihm Aspekte rund um den in Flossenbürg ermordeten Pfarrer Dietrich Bonhoeffer. Über viele Jahre hinweg stand Sörgel darüber hinaus an der Spitze des Evangelischen Bildungswerks im Dekanat Weiden.

Und dann stand im Jahr 2007 noch die Renovierung des Gotteshauses an. Auch diese Maßnahme erforderte einen intensiven Einsatz und großen Zeitaufwand. All das wird am Sonntag beim Abschied nochmals Revue passieren. Die Gedanken werden bei dem um 14 Uhr beginnenden Gottesdienst und danach im Bonhoefferhaus zurückschweifen. Das gilt für die seelsorgerische Arbeit genauso, wie für das Miteinander mit den kirchlichen Gremien und Vereinen oder für das Leben in Flossenbürg.

„Nach Neuseeland werde ich nicht auswandern“, schmunzelt Sörgel. In der Grenzgemeinde bleibt er allerdings auch nicht. Neuer Wohnsitz wird der Nachbarort Georgenberg sein. Mit Ausnahme der geplanten Israelfahrt will sich der scheidende Pfarrer eine Auszeit gönnen: „Für ein halbes Jahr. Dann werde ich wohl wieder im Dekanat auftauchen.“

Gibt es einen Nachfolger?:

Wie es mit der Flossenbürger Pfarrei nach der Ära Herbert Sörgel weitergeht, muss sich erst noch herausstellen. Das gilt insbesondere für die Frage, ob die Stelle wieder besetzt wird. Schon seit Längerem sind dazu allerdings immer wieder negative Aussagen zu hören.

 
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