Bürgermeister Thomas Meiler gab zu bedenken, dass die Gemeinde den vollen Gastschulbeitrag für Floß zahlen müsse und damit eine Nachbarschule mitfinanziere, während sie gerade ihre eigene Schule „mit viel Geld“ saniere. Die FWG-Sprecherin Birgit Neumann unterstrich ebenfalls, dass man alles tue, um die eigene Schule zu erhalten, sie könne daher dem Antrag nicht zustimmen. Ähnlich äußerten sich Vertreter der anderen Fraktionen.
"Psychische Einschnitte"
Die angehende Grundschülerin besucht seit 2013 den Kindergarten in Floß, die Mutter hatte daher unter anderem „psychische Einschnitte“ durch den Wechsel nach Flossenbürg als Begründung für den Gastschulantrag angegeben. Dazu sagte Meiler, dass die Einschulung selbst einen Wechsel darstelle, den jedes Kind zu verkraften habe. Dieser Umstand könne nicht als zwingender persönlicher Grund anerkannt werden.
Eine Zuhörerin äußerte gegen Ende der Sitzung ihr Unverständnis über den Beschluss. Für sie zähle allein das Wohl des Kindes; sie finde es nicht in Ordnung, dass man als Argument den Unterhalt der örtlichen Grundschule ins Feld führe. Meiler sagte, der Fall sei eingehend geprüft worden; man habe ein spezielles Raster, in dem das Kindeswohl an oberster Stelle stehe, und man sei klar zu dem Schluss gekommen, dass es keine Gründe gebe, dem Antrag zuzustimmen. Es gehe keineswegs nur um die finanzielle Seite.
Sein Einvernehmen hat der Gemeinderat einem Bauplan erteilt, demzufolge auf die Garage eines Wohnhauses in der Waldkirchner Straße zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums ein Korpus aufgesetzt werden soll. Der städtebauliche Berater der Gemeinde hatte im Vorfeld verschiedene Bedenken geäußert, die den Gemeinderat jedoch nicht davon abhielten, dem Bauvorhaben wie vom Bauherrn gewünscht zuzustimmen.
Rathaus: Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten des Rathauses ändern sich auf Beschluss des Gemeinderates von April an. Flossenbürg war laut Meiler die einzige Gemeinde im Landkreis, die noch täglich den ganzen Tag für ihre Bürger erreichbar war; die Verwaltung habe aber darum gebeten, ein wenig Freiraum zu bekommen für ungestörtes Arbeiten. Das Rathaus wird demnach vom 1. April an nur noch wie folgt geöffnet sein: Montag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr, Dienstag 8 bis 12 Uhr, Mittwoch 13 bis 16 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr. Telefonisch ist die Verwaltung jederzeit erreichbar; Terminvereinbarungen außerhalb der Öffnungszeiten sind ebenfalls möglich.
Zur neuen Standesbeamtin wird die Geschäftsleiterin Diana Kraus ernannt. An ihrer Seite steht in Kürze die Kämmerin Margit Frauenreuther als weitere Standesbeamtin, da nach dem bisherigen Geschäftsleiter Bernhard Neumann auch die noch verbliebene Standesbeamtin in Kürze in Rente geht.
Anlieger vorerst entlastet
Meiler brachte noch den Wegfall der Straßenausbaubeitragssatzung zur Sprache. Die noch ausstehenden 150.000 Euro an Beiträgen seien aller Voraussicht nach nicht mehr von den Anliegern zu bezahlen, so eine noch unverbindliche mündliche Aussage des Landratsamtes. Wie es grundsätzlich weitergehe, sei aber noch nicht bekannt. Möglicherweise stelle der Freistaat eine Summe X zur Verfügung für den Straßenausbau; wenn es jedoch bei der angekündigten Größenordnung bleibe, „werden wir alle 10 bis 15 Jahre eine Straße sanieren“.












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