Flossenbürg
15.10.2019 - 14:26 Uhr

Schloßberg in der ersten Liga

Der 732 Meter hohe Schloßberg spielt jetzt in der ersten Liga. Er zählte bislang schon zu den „100 schönsten Geotopen in Bayern“. Vor wenigen Tagen gab es eine weitere Auszeichnung auf Bundesebene.

Von seiner schönsten Seite zeigt sich der Schloßberg im Westen. Dort ist die zwiebelschalenförmige Lagerung des Granits besonders gut zu erkennen. Bild: nm
Von seiner schönsten Seite zeigt sich der Schloßberg im Westen. Dort ist die zwiebelschalenförmige Lagerung des Granits besonders gut zu erkennen.

Der Präsident des Landesamts für Umwelt, Claus Kumutat, bekam Post von der renommierten Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e.V. in Clausthal-Zellerfeld. Für acht der zu Stein gewordenen Geschichtsbücher in Bayern gab es offizielle Urkunden. Verliehen wurde der Titel „Nationaler Geotop“.

Kumutat kommentierte die Auszeichnung: „Wir sehen uns in unserer Aufgabe bestätigt, diese Geotope besonders zu pflegen, im Sinne eines sanften Tourismus in ein Rad- und Wanderwegenetz einzubinden und die Besucher über die darin verborgene Erdgeschichte anschaulich zu informieren.“

Bei einem Spaziergang auf dem „Weg des Granits“ lassen sich Eindrücke vom Schloßberg gewinnen. Die Entwicklung der markanten Granitformation reicht zurück bis in die Zeit vor 300 bis 350 Millionen Jahren. Es war quasi die Geburtsstunde des Urgesteins. Dahinter steckten die Kollision von Kontinenten und die daraus resultierende Entwicklung von Granitgebirgen.

In Flossenbürg, insbesondere auf der westlichen Seite des Schloßbergs, zeigt sich mit der zwiebelschalenförmigen Lagerung des Granits ein imposantes Naturschauspiel. Dem wird quasi zusätzlich noch eine Krone aufgesetzt. Auf den Felsen thront die ehemaligen Hohenstaufenfeste. Die Ruine ist Wahrzeichen des Ortes und des Naturparks „Nördlicher Oberpfälzer Wald“.

 
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