Der Verein um Vorsitzenden und Regisseur Tobias Säckl hat ein abendfüllendes Lustspiel, das den Zuschauern keine Minute zum Verschnaufen lässt, auf die Bühne gebracht. Die Theaterleute starteten einen Großangriff auf das Zwerchfell der Gäste. Die freuten sich über eine haarsträubende Geschichte, Akteure, die vor guter Laune sprühten und eingestreute Witze oder die Situationskomik: „Meine Schwiegermutter kommt nicht in den Himmel. Drachen dürfen nur 200 Meter steigen.“
Es ist ein arges Durcheinander mit Irrungen und Wirrungen, das sich da abspielt. Die Zuschauer freuten sich zunächst über die liebevoll aufgebaute Szenerie. Sie zeigt diesmal nicht einen Raum, sondern den Hof als zentralen Treffpunkt eines landwirtschaftlichen Anwesens. Dort gibt es von Anfang an mächtig Ärger um einen Sendemasten. Bauer Alois Krügel tobt über das neumodische Zeug, alle anderen sind begeistert vom tollen Empfang. „Die Oma kriegt auch ein Handy. Dann kann sie in der Hutzastubn endlich mit ihren Freundinnen mithalten.“
Entsetzt sind die Hofbewohner über eine Idee des Familienoberhauptes. Bei der Fernsehserie „Zurück ins 16. Jahrhundert“ soll Schluss sein mit Strom- und Wasserversorgung. Der Gedanke „Mit Verstand heizen“ lässt schlimme Befürchtungen aufkommen: „Dann wird es bei uns aber saukalt.“ Mit dem einen TV-Spektakel ist es nicht getan. Der Knecht meldet sich heimlich für „Bauer sucht Frau“ an und beschwört so ein heilloses Durcheinander herauf.
Nicht zu vergessen die Tochter des Hauses, die eine Chat-Bekanntschaft persönlich kennenlernen will. Der junge Internetfan kommt, verwechselt seine Bekanntschaft aber mit der Magd, die ihr Glück kaum fassen kann. Dem Knecht ist das suspekt. Er hat selbst ein Auge auf sie geworfen. Das kommentiert die wiederum nicht so ganz begeistert. „Wenn er besoffen ist, mag ich ihn nicht. Wenn er nüchtern ist, mag er mich nicht.“
Das ganze Durcheinander steigert sich zum Chaos und bis zum handfesten Streit zwischen Bauer und Bäuerin. Sie steht unter der Dusche, als das Wasser versiegt, meint dass ihr der Gatte einen unehelichen Sohn verschwiegen hat und will ausziehen. Ihre Mutter setzt noch eins drauf, als sie dem Schwiegersohn androht: „Zur Strafe für dich bleib ich da.“
Am Ende löst sich, wie es sich bei einem Lustspiel gehört, alles in Wohlgefallen und einem Happyend für alle Paare auf. Einen der Schauspieler herauszuheben, würde allen anderen Unrecht tun. Wolfgang Krug, Carmen Memminger, Manfred Sladky, Tabea Meiler, Julian Pfab, Alexander Guro, Alexandra Pfab und Franziska Hettler präsentierten sich als „Unterhalter vom Feinsten“. Begeisterter Beifall galt zudem Barbara Birkner, die als manchmal tollpatschige Magd Liesl mit Mimik und Sprache die Lacher auf ihrer Seite hatte.
Einen Kurzauftritt als Paketbote ließ sich als Hausherr Pfarrer Georg Gierl nicht entgehen. „Der Hinzuverdienst ist gut zu gebrauchen. Immerhin steht die Sanierung des Theresienheims an.“ Der aktuell „ruhende“ Frauenbund griff dem „Theresienstadl“ unter die Arme. Die Frauen kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste. Der Vorverkauf für das kommende Wochenende lief gut. Ob noch die ein oder andere Karte zu ergattern ist, lässt sich bei Familie Sladky, Telefon 09603 8509, erfragen.














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