10.03.2020 - 11:23 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Sonnenstrom für Rathaus-Arbeitsplätze

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Rathauses soll in Flossenbürg demnächt die Computer der Mitarbeiter mit Strom versorgen, soll also in erster Linie der Eigenversorgung des Rathauses dienen.

von Gabi EichlProfil

Die Anlage soll weniger als 10 kW-Peak haben, wodurch die Gemeinde von Abgaben befreit bliebe, wie Bürgermeister Thomas Meiler erklärte. Und durch die Eigennutzung des Stroms für den Rathausbetrieb tagsüber sei die Anlage auch entsprechend lukrativ. Gerechnet wird damit, dass sie sich nach spätestens siebeneinhalb Jahren amortisiert. Von den 15.000 kW, die das Rathaus im Jahr verbrauche, seien mit der Anlage zwischen 4000 und 6000 kW zu sparen, so Meiler.

ZENO-Angebot ist zu teuer

Dem Gemeinderat lagen zwei Angebote vor, vor denen das teurere von der ZENO Natur GmbH stammt. „Das ist natürlich nicht so schön, weil wir ja selbst Mitglied sind“, sagte Meiler, aber es sei eben doch ein nicht unerheblicher Preisunterschied.

Der Gemeinderat entschied sich für das günstigere Angebot der Firma Bestbau-PV, die ein Projektbüro in Floß unterhält. Leisten kann sich die Gemeinde die Anlage, weil sie in den vergangenen Monaten „unerwartet und glücklicherweise“ eine Reihe von Baugrundstücken verkaufen konnte, wie die Kämmerin Margit Frauenreuther erläuterte.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen das Vorhaben des Bauamtes Amberg-Sulzbach, die beiden einst zum Konzentrationslager gehörenden Gebäude im Steinbruchgelände Wurmsteinweg, die ehemalige Schmiede und die Transformatorenstation, vor weiterem Verfall zu schützen. Dazu sollen unter anderem die Auflageflächen und Mauerschwellen soweit instandgesetzt werden, dass der Aufbau eines neuen Dachstuhls als Notdach möglich ist. Die Kosten übernimmt das Bauamt.

Eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines landwirtschaftlichen Geräteschuppens in der Größe 15,5 mal 8 Meter verwies der Gemeinderat, da im Außenbereich gelegen und nicht privilegiert, an das Landratsamt.

Vertagt wurde die Behandlung eines Bauantrags auf Neubau eines Laufstalles mit Freilauf für Mutterkuhhaltung und Aufzucht und Neubau einer Maschinen- und Lagerhalle in St. Ötzen. Der Antrag lag nicht rechtzeitig vor.

Zugestimmt hat der Gemeinderat dem Verkauf des letzten freien Baugrundstücks am Kochbühl. Die Käufer wollen laut Meiler heuer noch bauen. Die Gemeinde wächst also; dazu passte Meilers Hinweis auf den 1500. Einwohner, den man begrüßen könne, nachdem in der vergangenen Woche eine Familie mit fünf Kindern zugezogen sei. Flossenbürg hat demnach aktuell 1505 Einwohner.

Als „sehr erfreulich“ bezeichnete Meiler die Betriebskostenabrechnung des Kindergartens, die mit einem Überschuss schließt.

Der Bürgermeister gab noch bekannt, dass der Inhaber einer örtlichen Metzgerei im April einen Verkaufs-Automat für Wurstwaren in der Hohenstaufenstraße aufstellen will.

Nichtöffentliches ist geheim

Meiler wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Themen aus der nichtöffentlichen Sitzung wie etwa Grundstücksverkäufe der Geheimhaltung unterliegen. Ihm sei bewusst, dass so kurz vor der Wahl mancher unter Druck sei, aber „es kann nicht sein, dass wir im Hauptausschuss, der nichtöffentlich ist, Grundstücksfragen beraten und am nächsten Tag wird am Bauhof erzählt, was verkauft worden ist“.

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