26.11.2019 - 15:58 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Stabilisierungshilfe "sehr gut genutzt"

Von einer positiven Entwicklung der Gemeinde berichtet Bürgermeister Thomas Meiler in der Bürgerversammlung. Es werde nach Möglichkeit weiter investiert, auch wenn die Zuschüsse ohne die Stabilisierungshilfe nicht mehr so üppig ausfielen.

von Gabi EichlProfil

Die inzwischen beendete Stabilisierungshilfe habe der Gemeinde sehr gut getan, sagt Meiler vor einem vollen Saal im Rathaus. Man habe die Fördergelder - insgesamt etwas mehr als 1,5 Millionen Euro - aber auch "sehr gut genutzt". Der Bürgermeister erläutert gut eineinhalb Stunden lang Zahlen und Maßnahmen der Jahre 2018 und 2019. Sehr erfreulich seien die 70 Zuzüge in diesem Jahr, dennoch bleibe die Einwohnerentwicklung „schwierig“. Von 1976 bis heute sank die Zahl der Flossenbürger von 2000 auf knapp 1500 und eine Trendwende ist laut Meiler nicht abzusehen. Das Problem daran: Der Verwaltungsaufwand bleibe derselbe. Eine stolze Zahl für einen 1500-Einwohner-Ort sei jedoch die Zahl der Arbeitsplätze von fast 500.

Verschuldung deutlich gesunken

Die Verschuldung der Gemeinde sank von nicht ganz einer Million Euro im Jahr 2014, als Meiler das Bürgermeisteramt übernahm, auf knapp 270.000 Euro zum Ende dieses Jahres. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von unter 200 Euro liege man nun ganz vorn unter den Landkreisgemeinden.

Meiler blickt schlaglichtartig auf kürzlich abgeschlossene und noch laufende Maßnahmen. Die Sanierung der Floßer Straße 6 bezeichnet er als sehr wichtiges Projekt vor dem Hintergrund, dass eine Gemeinde attraktiven Wohnraum vorhalten müsse, um vor allem junge Leute nicht zu verlieren. Insgesamt seien im zu Ende gehenden Jahr 3,2 Millionen Euro investiert worden in große Sanierungsmaßnahmen, aber auch in Blühflächen, in Hausnamensschilder oder die Beleuchtung des Ortsplatzes.

Gaisweiher: "Positive Geschichte"

Großes Lob zollt Meiler ein weiteres Mal den Vereinen, die geholfen hatten, den Kiosk am Gaisweiher einen Sommer lang mit Ehrenamtlichen zu betreiben. Vielfach sei er bewundernd darauf angesprochen worden, wie derlei möglich sei. Die Übernachtungszahlen am Gaisweiher sprächen ihrerseits eine deutliche Sprache und belegten klar, dass sich die Investitionen in die Anlage lohnten. Seit 2017 seien die Zahlen um fast 200 Prozent gestiegen, in einzelnen Monaten sogar um bis zu 300 Prozent. „Das ist eine positive Geschichte für den ganzen Ort“, sagt Meiler.

Viel diskutiert werden im Ort die Pläne für das ehemalige Steinhauerhaus am Burgweiher. Meiler wirbt erneut für die Umgestaltung zu einem Infozentrum und bittet darum, die Kosten für die Gemeinde (rund 50.000 Euro) im Verhältnis zum Nutzen zu sehen.

Was steht in naher Zukunft auf dem Plan? Sollte die Regierung noch Mittel zur Verfügung stellen, ist laut Meiler eine teilweise Sanierung des Sportheims möglich. Für ein Nutzungskonzept „Alte Schule“ gebe es konkrete Pläne. Eine Sanierung des Plattenbergs sei dringend geboten, werde aber erschwert unter anderem durch Stützmauern unter Denkmalschutz, enge Straßen und das Fehlen von Straßenausbaubeiträgen; es bleibe abzuwarten, welche Mittel den Gemeinden künftig für solche Maßnahmen zur Verfügung gestellt würden.

B-Platz ist Vereinssache

Die Zahl der anschließend geäußerten Bürgeranliegen war überschaubar. Eine Sanierung des B-Platzes der Sportanlage durch die Gemeinde sei nicht möglich, antwortet Meiler; der B-Platz werde nicht für den Schulsport genutzt, eventuell könne der Verein Fördermittel beantragen. Eine Frage zielt auf die Mängel an der Gaisweiherstraße. Aktuell wird laut Meiler nach den Ursachen für die Schäden gesucht; sobald diese gefunden seien, werde man die Mängel beseitigen, Gewährleistung bestehe noch.

Grillhütte auch für Privatfeste

Die Grillhütte am Gaisweiher sei Bestandteil des Jugendzeltplatzes und dürfe von jedem genutzt werden, der sich am Jugendzeltplatz eingebucht habe, auch für private Feiern. Die Beseitigung des Schrotthaufens im Waldkirchener Weg an der Straße Richtung Steinbruch Helgert sei bereits in Auftrag gegeben.

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