Nach dem Ausscheiden des bisherigen Jugendsprechers Thomas Pentner (SPD) aus dem Gemeinderat schlägt die CSU ihren jüngsten Neuling Florian Plödt vor, der in der Jugendszene der Gemeinde anerkannt und sehr gut vernetzt sei. Von der SPD kommt überraschend der Vorschlag, Plödt als Partner den 18-jährigen Ludwig Faltermeier an die Seite zu stellen, sozusagen ein Tandem zu bilden aus einem Gemeinderat und einem Jugendlichen aus dem Ort. Die FWG-Sprecherin Birgit Neumann unterstützt den Vorschlag; Es sei durchaus sinnvoll, das Amt analog den Seniorenbeauftragten mit zwei Personen zu besetzen.
Bürgermeister Thomas Meiler äußert erhebliche Bedenken gegen die Ernennung eines zweiten Jugendbeauftragten, der nicht dem Gemeinderat angehört. Es dürften gern zwei Personen sein, aber diese sollten beide Gemeinderäte sein, dies auch vor dem Hintergrund, dass es immer wieder Themen geben werde, die nicht-öffentlich zu behandeln seien. Außerdem habe man im Ort ein Jugendgremium, das einen Ansprechpartner im Gemeinderat brauche, nicht einen Vertreter aus den eigenen Reihen, der Anliegen auch erst wieder in den Gemeinderat tragen müsse. Ein Argument, das auch die anwesenden Vertreter des Jugendgremiums unterstützen.
Pamela Wünsche (SPD) sagt, ein „Externer“ bringe aber vielleicht frischen Wind in das Amt. Worauf Meiler kontert, der Gemeinderat habe fünf neue, jüngere Mitglieder, das sollte für frischen Wind ausreichen. Er wiederholt mehrmals: „Lasst diese Ämter hier im Gremium.“
Neumann erinnert daran, dass Christina Rosner (CSU) anfangs als Seniorenbeauftragte auch noch keine Gemeinderätin gewesen sei. An diesem Punkt spricht der CSU-Fraktionschef Peter Schmidt von einem „unschönen Geschacher“. Und Meiler plädiert dafür, den Punkt zu vertagen, um zu vermeiden, einen Jugendbeauftragten zu wählen, der am Ende nicht hundert Prozent der Stimmen bekomme. Diesem Argument schließt sich der Gemeinderat an.
Der Zuhörer Erwin Löw äußert nach Ende des öffentlichen Sitzungsteils Unverständnis. Bisher habe ein Gemeinderat allein die Aufgabe gut erledigt, nun müsse man ihm plötzlich eine weitere Person an die Seite stellen. Was nütze ein Jugendbeauftragter, der nicht alles erfahren dürfe? Ähnlich äußert sich der ausgeschiedene CSU-Gemeinderat Peter Schwanitz. Man falle mit diesem Vorschlag dem Jugendgremium in den Rücken.
„Diese Diskussion wollte ich eigentlich vermeiden“, sagt Meiler. Die Gemeinde habe eine hervorragende Jugendarbeit, die Jugend vor Ort engagiere sich stark, helfe bei den verschiedensten Projekten. „Lasst uns das möglichst bald regeln zur Zufriedenheit aller“, sagt er; „das ist es nicht wert“, dass man das Amt beschädige.















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