10.07.2019 - 10:19 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Unheil beim Frauenbund abgewendet

Die Auflösungs-Tendenzen sind vom Tisch. Am Montag startete der Katholische Frauenbund nach bangen Monaten mit einem Neuanfang durch.

Maria Völkl gibt den Stab der Vorsitzenden weiter an Sonja Sczech (vorne, von links). Der neue und die bisherige Vorstand des katholischen Frauenbundes wendet die drohende Auflösung des Vereins bravourös ab.
von Bernhard NeumannProfil

Was auffiel: Das Vorstandsteam ist geprägt von neuen Gesichtern, mit Sonja Sczech als Vorsitzender. Wegen der aktuell laufenden Sanierungsarbeiten stand für die anberaumte Zusammenkunft das Theresienheim als gewohnter Treffpunkt nicht zur Verfügung. Die amtierende Vorsitzende Maria Völkl und die fast 40 Frauen wussten das Entgegenkommen der evangelischen Gemeinde zu schätzen: „Von Pfarrer Herbert Sörgel kam sofort die Zusage, das Bonhoefferhaus nutzen zu dürfen.“

Welch hohen Stellenwert das Treffen hatte, zeigte das Kommen der Diözesanvorsitzenden Karin Schlecht und der Bildungsreferentin Katrin Madl. Es war bereits der dritte Besuch aus Regensburg bei den Flossenbürger Frauen. Die früheren Sorgenfalten von Schlecht glätteten sich an dem Abend rasch: „Es wurde immerhin sogar über eine Auflösung gesprochen. Das ist jetzt, wie sich im Vorfeld zeigte, offensichtlich vom Tisch.“

Der verstorbene Geistliche Rat Franz Kappenberger hätte sich in diesen denkwürdigen Stunden gefreut. Auf sein Drängen wurde der Katholische Frauenbund 1976 gegründet. Über die stattliche Mitgliederzahl 97 zu Beginn des aktuellen Jahres ließ sich in jüngster Vergangenheit nicht meckern. Allerdings fand sich kaum jemand, der an verantwortlicher Position mitarbeiten mochte.

Ein ganzer Schwung an Neuaufnahmen machte dem Dilemma ein Ende. 13 Frauen wollen dazu beitragen, den Verein nicht sterben zu lassen. Aus ihrem Kreis kommen auch die Vorstandsmitglieder. An der Spitze steht seit Montag Sonja Sczech. Lange anhaltender Applaus gab es für das deutliche „Ja“ der im Ortsteil Altenhammer lebenden Frau. Gleiches galt für Birgit Erndt als Stellvertreterin. Das Team ergänzen Laura Kindl, Michaela Hämmerle, Manuela Strunz, Korinna Baur, Stefanie Käs, Pamela Wünsche, Elisabeth Grundler, Anita Erndt und Maria Müller.

„Wir sind zu allen Schandtaten bereit“, bekräftigte Sczech scherzhaft den Willen, das Engagement der Frauen nicht zum Strohfeuer werden zu lassen: „Dabei sind wir auf den Rat und die Hilfe der erfahrenen Mitglieder angewiesen. Unterstützt uns, denn unsere Pfarrei und unser Ort brauchen einen Frauenbund.“ Lobende Worte von Sczech und von Schlecht galten der langjährig amtierenden Vorstandschaft mit Maria Völkl und Anita Erndt an der Spitze.

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