Der Forstbetrieb in der Grenzgemeinde blickt dennoch hoffnungsvoll in die Zukunft. Obwohl der Klimawandel und das Sterben der Wälder Forstbetriebsleiter Stefan Bösl Sorgen macht. "25 000 bislang angefallene Festmeter Käferholz tun weh. Zwei regenarme Jahre lassen zudem viele Kiefern absterben. Geradezu erschreckend ist eine Entwicklung bei den Buchen. Noch sind es Einzelfälle, aber inzwischen lassen sich Trockenschäden nicht mehr übersehen."
Der Betriebsleiter hofft auf eine Verschnaufpause für den Wald: "Die wäre dringend nötig." Auch damit die jungen Bäume eine Chance zum Anwachsen haben. "Im Vergleich mit anderen Bereichen steht unser Zuständigkeitsbereich allerdings noch relativ gut da, ohne dass ich hier etwas beschönigen möchte", sagte Bösl. Ein Umstand wirke sich positiv aus. Flossenbürg setzt seit Jahrzehnten auf eine Risikostreuung und auf unterschiedliche Baumarten.
Eine eindringliche Warnung gilt blindem Aktionismus. Ohne Erfahrungswerte auf andere Waldumbau-Alternativen zu setzen, sei blauäugig. Negativ einzuschätzen seien genauso die immer wieder geforderten Flächenstilllegungen: "Damit tun wir einem für die Zukunft gerüsteten Klimawald wirklich nichts Gutes." Eine deutliche Lockerung fordert Bösl im Bereich gesetzlicher Vorgaben für den Bau: "Wir müssen weg von völlig überzogenen Brandschutz-Anforderungen bei Gebäuden aus Holz. Das Material für Bauten zu nutzen, hilft mit, den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern."
Randnotiz: Der Forstbetrieb hat einen ganz besonderen neuen Auszubildenden: Quirin Haberl. Er wird Kaufmann für Büromanagement. Damit ist der Forstbetrieb einer von nur sieben Standorten in Bayern, in denen diese Ausbildung angeboten wird und oberpfalzweit die einzige.


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.