Mit einem Ehrensalut aus den Vorderladergewehren begrüßte die Burgwehr um Alfons Riedl den von 1978 bis 2002 amtierenden, ehrenamtlich tätigen Bürgermeister. Das aktuelle Gemeindeoberhaupt Thomas Meiler erinnerte an die Epoche und an viele weitere Stationen eines arbeitsreichen und gleichermaßen aufregenden Lebens. "Du hast dich 37 Jahre als Gemeinderat, zweiter und erster Bürgermeister engagiert. Enorme Opfer an Freizeit kamen darüber hinaus den Vereinen zugute."
Als Beispiele des unermüdlichen Einsatzes listete Meiler vor den 50 Gästen Straßenbau, Wasser, Abwasser, Rathausbau, Feuerschutz sowie die Heimat- und Denkmalpflege auf. "Besonders am Herzen lag dir das Verfahren zur Dorferneuerung. Im Ortskern konnte vieles erfolgreich saniert werden." Herausragende Verdienste erwarb sich Werner um die KZ-Gedenkstätte: "Anlässlich des 50. Jahrestags der Befreiung hast du die Initiative ergriffen und eine Informationsstelle aufgebaut. Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich die Gedenkstättenverwaltung in der heutigen Form."
Der Gemeinderat würdigte mit dem Beschluss, die Bürgermedaille zu verleihen, diese Verdienste. "Es ist die Auszeichnung mit dem höchsten Stellenwert in unserem Ort. Entsprechend den Vorgaben der Satzung darf die Medaille nur an einen kleinen Kreis von Personen verliehen werden", hob der Rathauschef weiter hervor. Wilhelm Högen, Hans Menner und Werner Schulte hatten sie bereits überreicht bekommen.
Landrat Andreas Meier gratulierte auch im Namen von Landtagsabgeordnetem Stephan Oetzinger zu der goldenen Medaille und der dazugehörenden Anstecknadel: "Der Name von 'John' Werner steht für Ideen, Visionen, Offenheit, Mut, Kampf, Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein." Er habe immer nach vorne geblickt, ohne die Vergangenheit außer Acht zu lassen: "Wer so wie er weit mehr tut als seine Pflicht, der schafft Heimat."
Mit drei Geigen und Keyboard ausgezeichnet musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Willibald Wirth, Hermann Riedl, Ulrich Pietsch und Hans Fröhlich. Sein Ende fand der offizielle Teil mit einem Statement des Geehrten. Werner ließ die Gedanken zurückschweifen: "Es gäbe unendlich viel zu erzählen. Das würde aber jeden Rahmen sprengen."
Zwei Punkte lagen ihm besonders am Herzen. Zum einen waren das die Herausforderungen rund um die Gedenkstätte. "Der Bürgermeister war extrem gefordert. Ab 1996 wurde es dann besser, insbesondere durch die Neueinstellung von Jörg Skriebeleit bei der Gemeinde." Dankesworte galten Ehefrau Anni - für sie gab es Blumen - und der ganzen Familie. "Sie mussten allerhand mitmachen mit mir", schmunzelte Werner.














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