Frankenrieth bei Waldthurn
27.08.2018 - 15:02 Uhr

80 auf 800 Metern Höhe

Bäckereifachverkäuferin Anni Güll aus Frankenrieth feiert Geburtstag. Jubilarin liebt gepflegte Unterhaltung.

Anni Güll (Mitte) aus Frankenrieth feiert ihren 80. Geburtstag. Bild: fvo
Anni Güll (Mitte) aus Frankenrieth feiert ihren 80. Geburtstag.

Viele kennen diese Frau aus der Zeit, als sie Bäckereifachverkäuferin bei ihrem Neffen Bernhard Gollwitzer in Waldthurn war. Anni Güll aus Frankenrieth, die derzeit im Pflegeheim in Pleystein wohnt, wurde am 15. August, am großen Frauentag, 80 Jahre alt. Obwohl es einige Tage her ist, feierte sie mit Verwandten und Freunden ihren Runden beim Gipfelwirt auf 800 Metern Höhe am Fahrenberg.

"Als die Großfamilie damals von der Frauentag-Festmesse heimkam, war ich schon da", erinnert sich die redegewandte Frau. Zur Welt gekommen ist sie als neuntes von elf Kindern - fünf Mädchen und sechs Buben - am Reibeern-Hof in Frankenrieth. Zu Ostern 1964 siedelte die Familie mit ihrem Hof zum Ortsausgang ihres Heimatdorfes aus. Die Reibeern-Anni besuchte die Volksschule bei Lehrer Silvester Schwertsig in Lennesrieth und ging später zur Hauswirtschaftsschule nach Vohenstrauß. Sie half ihrem Bruder Josef und dessen Frau Anna mit auf dem Hof. "Herzlichen Glückwunsch liebe Anni, obwohl du nun in Pleystein gemeldet bist, wirst du immer eine Frankenrietherin bleiben", meinte Bürgermeister Josef Beimler. Er hatte Petra Reil von der Marktverwaltung mitgebracht, die berichtete, dass die Jubilarin nach nur vier Wochen im Pflegeheim Pleystein bereits auf der Liste für den Heimbeirat aufgestellt sei. Überhaupt sei die geistig rege Frau eine Meisterin der gepflegten Unterhaltung, was sie auch sehr beliebt mache. Gesundheitlich habe sie gelegentlich Probleme. Mit einem sympathischen Lächeln erklärte sie, dass "dem Mundwerk nichts fehlt".

Für den Pfarrgemeinderat gratulierte Nachbarin und Freundin Angela Wittmann. Pfarrer Norbert Götz wünschte Gottes Segen. "Zeit ihres Lebens kümmerte sich die Anni um uns alle - jetzt kümmern wir uns um sie", erklärte Nichte Edith stellvertretend für die Familie. "Man muss das Leben nehmen wie es ist", ist der Leitspruch der Jubilarin, nach dem sie ihr Leben ausrichtet.

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