19.06.2019 - 11:51 Uhr
Oberpfalz

Wenn Frauchen eine Reise tut

In den Urlaub können Hund oder Katze oft nicht mitgenommen werden. Eine Tierpension kann die Lösung sein. Wie man die richtige findet, erklärt der Deutsche Tierschutzbund.

Haustiere können oft nicht mitreisen, wenn ihre Familie in Urlaub fährt.
von Externer BeitragProfil

Nicht alle Heimtiere können oder wollen mit in den Urlaub fahren und nicht immer können in der Urlaubszeit Freunde, Familie oder Bekannte auf die lieben Vierbeiner aufpassen. Halter können dann auf Sitter oder Pensionen ausweichen. Doch worauf müssen Tierfreunde bei der Wahl der richtigen Pension achten? Eine Checkliste hilft bei der Auswahl der richtigen Unterbringung.

Sich vor Ort ein Bild machen:

"Möglichst frühzeitig vor dem anstehenden Urlaub sollten sich Halter die Pension vor Ort anschauen und sich zeigen lassen, wie und wo die Tiere untergebracht sind", sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Dabei sollten sie prüfen, wie sauber die Anlage, die Zimmer oder Gehege sowie die Schlafplätze sind und ob die Tiere genügend Platz und Auslauf haben.

"Wünschenswert ist beispielsweise für Hunde, dass sie nicht den ganzen Tag in Einzelboxen innerhalb des Gebäudes gehalten werden, sondern Zugang zu einem Auslauf haben", so die Expertin. "Für Katzen sollten ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, wie Schlafhöhlen, vorhanden sein, da die meisten Tiere sich lieber alleine dorthin zurückziehen." Sei eine Besichtigung der Pension nicht möglich, sei das "kein gutes Zeichen".

Sachkundenachweis vorzeigen lassen:

Wichtig sei außerdem, dass der Betreiber über einen Sachkundenachweis verfügt, wie ihn § 11 des Tierschutzgesetzes fordere, der bestätige, dass die Unterbringung tiergerecht sei und dass nur geimpfte Tiere aufgenommen würden. Halter sollten sich die Pflegeverträge genau durchlesen. "Sie könnten Klauseln enthalten, wonach ein Tier, wenn es nicht innerhalb einer bestimmten Frist vom Besitzer abgeholt wird, automatisch in den Besitz des Betreibers der Pension übergeht", erklärt Schmitz.

Fachkunde prüfen:

Professionelle Pensionsbetreiber erkundigen sich ausführlich über die Bedürfnisse und Eigenschaften ihrer Schützlinge. Dazu gehören Fragen nach den Fressgewohnheiten der Tiere, ob die Vierbeiner Medikamente einnehmen müssen und ob sie beispielsweise geimpft sind. Es sei selbstverständlich, dass die Kontaktdaten der Halter, auch die im Urlaubsort, notiert würden. Zudem sollten die Betreuer nicht überfordert wirken. So sollte die Anzahl der zu betreuenden Tiere der Zahl der Betreuer angepasst sein: etwa 5 bis 10 Hunde und 10 bis 15 Katzen pro Betreuer.

Tierarzt des Vertrauens konsultieren:

Tierfreunde sollten sich auch vorab über die Tierpension informieren, bevor sie ihr Tier dort unterbringen. "Die ersten Anlaufstellen dafür sind in der Regel der Tierarzt oder der örtliche Tierschutzverein, da eventuelle Beschwerden erfahrungsgemäß hier am ehesten eingehen", gibt Schmitz den Tipp. Weitere Informationen zur Beurteilung von Tierpensionen finden Interessierte auch auf der Homepage des Tierschutzbundes auf www.tierschutzbund.de/ .

So früh wie möglich buchen:

Tierpensionen haben immer nur eine begrenzte Kapazität und gerade in den Ferienzeiten ist die Nachfrage entsprechend groß. Deshalb sollten sich Halter rechtzeitig um die Unterbringung ihrer Tiere kümmern und so früh wie möglich buchen. "Tier und Betreuer sollten wenn möglich auch die Chance haben, sich vorab kennenzulernen", rät Schmitz. Ein Probetag in der Pension ist dafür eine gute Möglichkeit. Viele Betreiber bieten dies verbilligt oder auch gratis an. So können sich Tier und Betreuer beschnuppern und miteinander warm werden. (IVH)

Auch wenn diese beiden schon mal Platz genommen haben im Kofferraum, nicht auf alle Reisen können die geliebten Vierbeiner mitgenommen werden. Ein Tiersitter oder eine -pension kann hier die Lösung sein.
Der Katzensitter muss auch dafür sorgen, dass die Miezen beschäftigt werden.
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