Bürgerinitiative wehrt sich gegen Lärm rund um Flugplatz in Latsch

Der Fluglärm rund um den Flugplatz in Latsch geht einigen Bürgern mächtig auf die Nerven. Wie die ersten Sondierungen der Bürgerinitiative mit der Stadt verlaufen sind, gab es in der zweiten Sitzung der Initiative zu hören.

Sprecher Christian Rittner (stehend) moderiert das zweite Treffen der Bürgerinitiative und berichtet zugleich über erste Gespräche mit der Stadt.
von Ernst FrischholzProfil

Vielen Anwohnern geht der Lärm um den Flugplatz in Latsch mächtig auf die Nerven. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet, mit dem Ziel, bei der Lärmbelastung etwas zu verändern.

Doch warum bewegt der Fluglärm die Anwohner erst jetzt? Genau dies war Thema bei der zweiten Zusammenkunft der Bürgerinitiative nach der Gründung vor einem Monat. Sprecher der Initiative Christian Rittner erläutert, dass die Quadrocopter und die Flugschule das Maß voll gemacht haben.

Resultat noch "null"

Den Tag über, vor allem am Wochenende, würden Starts und Landungen geübt. Dabei gebe es keine vorgeschriebene Flughöhe. Rittner berichtet der Versammlung, dass bereits Sondierungsgespräche der "Stadt-BI-Flieger" stattgefunden haben. Sachlich, auf Augenhöhe, aber Resultat noch "null", sagt Rittner. Verbindliche Einschränkungen für den Flugbetrieb wurden nicht erreicht. Das Problem mit den Coptern sei, dass diese als Sportgeräte gelten. Zudem brauche die Flugschule von der Stadt keine Genehmigung, weil sie einen öffentlichen Flugplatz nutzt. Die Start- und Landezeiten begrenzen, da tun sich die Flieger schwer, sagte Rittner.

Man wolle auch keine Verlegung der sogenannten Platzrunde etwa über Weiden-West. Rittner zeigte anhand einer Folie, dass die Stadt in den letzten 15 Jahren 2,1 Millionen Euro in den Flugplatz hineingepumpt hat. Auch die Bürger hatten einiges beizutragen. Ein Mann habe nichts dagegen, wenn einmal ein Segelflieger nach oben geschleppt werde. Die Flugschule aber müsse weg, mit ihren permanenten Start- und Landeübungen. Auch ein Fahrlehrer dürfe am Sonntag nicht schulen, meinte ein anderer. Eine Frau bat, auch einmal den Blick auf den CO2-Ausstoß zu richten.

Lärmreduzierung als Forderung

Rittner formulierte die Forderungen an die Stadt mit dem Ziel: "Lärmreduzierung und den Flugplatz auf einen 'Status-quo'" zu bringen. Man wolle Verbindlichkeit im Sinne einer nachhaltigen Lösung. Dies habe man in einem Antrag an die Stadt formuliert. Dieser stehe nach Rittners Hoffnung in der November-Sitzung des Stadtrates auf der Agenda.

So wehren sich die Anwohner gegen den Flugplatz-Lärm

Frauenricht / Weiden in der Oberpfalz
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