10.06.2018 - 18:18 Uhr
Oberpfalz

Freie Fahrt für Retter

Zuschauer ausdrücklich erwünscht: Polizei und Rettungskräfte lassen sich beim 17. Boxxenstopp gerne über die Schulter blicken. Vor allem auch, weil sie das Verhalten der Bürger im Alltag und bei echten Einsätzen ändern wollen.

Die Retter bemühen sich um das Unfallopfer.
von Helmut KunzProfil

Der Verkehrssicherheitstag hatte diesmal zwei Schwerpunkte: „Houst a Hirn, lousd as Handy lieng“ und „Freie Fahrt für Retter.“ Aus diesem Grund stellten die Einsatzkräfte auf der Dr.-Pfleger-Straße vor dem Neuen Rathaus für die vielen Zuschauer eine Rettungsgasse nach. Der Naabwiesenparkplatz dürfte am Sonntag der sicherste Ort in der Oberpfalz gewesen sein. Jede Menge Sicherheitskräfte: Verkehrspolizei, Kriminalpolizei, Bundespolizei, tschechische Polizei und amerikanische Militärpolizei. Dazu Feuerwehr, Rotes Kreuz, THW und Fire Rescue, einschließlich der Rettungshundestaffel Weiden unter Leitung von Melanie Dirscherl.

Und alle hatten was zu bieten. Bei den Kindern sehr beliebt war ein Blick in die roten Feuerwehrautos. Auch ein Polizeihubschrauber konnte bestaunt werden.

„Unsere Menschen wollen sich sicher fühlen und das können sie in Weiden auch. Wir haben wirklich hervorragende Organisationen, die auf höchsten Niveau Hand in Hand zusammenarbeiten“, unterstrich Bürgermeister Jens Meyer, der den Schirmherrn Oberbürgermeister Kurt Seggewiß vertrat.

Klaus Müller, Chef der Weidener Polizeiinspektion, zeigte sich stolz, dass sich auch heuer wieder zwei Spitzensportler unter den Polizisten auf den Weg in die Max-Reger-Stadt gemacht hatten. Mit dem Kanuten Florian Breuer und der Leichtathletin Amelie-Sophie Lederer präsentierten sich beim 17. Boxxenstopp ein U-23-Weltmeister und eine Europameisterin in der 4x100-Meter-Staffel. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister sprach von einer fantastischen Veranstaltung hier in der Oberpfalz. „Ich denke es ist ein Alleinstellungsmerkmal für die ganze Region. Was hier auf die Beine gestellt wird, ist bewundernswert.“

Florian Breuer ist seit fünf Jahren bei der Polizei und jetzt fertiger Polizist. Seine Ausbildung habe fünf Jahre gedauert, weil sie in seinem Fall dual gelaufen sei. Denn vier Monate lang sei er sowohl im Training und in Ausbildung gewesen. Acht weitere Monate im Trainingslager und bei Wettkämpfen. Im Gegensatz zur Bundeswehr habe er den Vorteil, dass er nach seiner aktiven sportlichen Laufbahn ein festes Arbeitsverhältnis habe und in kein Loch falle. Seine Kollegin Amelie-Sophie Lederer befindet sich noch in Ausbildung.

Natürlich wurden die Besucher bei herrlichem Wetter ausreichend verpflegt. Es gab Kinderschminken, einen Kart- und Fahrradparcours und die Möglichkeit, mit echten Sicherheitskräften ins Gespräch zu kommen. Die tschechische Polizei verschenkte frischgeprägte Plaketten. Und wer Lust hatte, konnte seine Kräfte mit der US-Polizei messen.

Die versammelte Polizeiführung vor Ort (von links): Verkehrspolizeichef Werner Ochantel, Bürgermeister und Kriminalpolizist Jens Meyer, Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, Chief Operation Officer Jason Kesselring von der US-Army in Vilseck, Polizeichef Tachov Petrr Stuchl, Polizeiinspektionsleiter Klaus Müller und Wolfgang Franz von der Bundespolizei Waidhaus.

Da staunten die deutschen Kollegen über das schnittige Gefährt der tschechischen Polizei.

Die Retter bemühen sich um das Unfallopfer.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Vorführungen der Rettungskräfte.

Die Retter bemühen sich um das Unfallopfer.

Der U 23 Weltmeister im Canoeslalom, Florian Breuer.

Amelie-Sophie Lederer von LAC Quelle Fürth ist Polizeianwärterin und gewann 2015 die Europameisterschaft in der 4x100-Meter-Staffel.

Viel Spaß beim Boxxenstopp

Die Jugendfeuerwehr bei einer Übung.

Kein Durchkommen bei der US-Polizei.

Bei der tschechischen Polizei gab es Plaketten.

Boxxenstopp von oben.

Boxxenstopp

Schon die Kinder sollten lernen, wie man eine Rettungsgasse bildet.

Der selbstgebaute Rennwagen der OTH.

Der Polizeihubschrauber bleibt am Boden.

Sein erster Polizeiausweis.

Erst Fingerabdruck dann Kinderpolizeiausweis.

Zahlreiche Zuschauer verfolgen die Vorstellungen der Rettungskräfte.

Eine Rettungsgasse wird gebildet.

Im Racing-Parcours.

Weitere Eindrücke vom Boxenstopp

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