09.11.2018 - 14:16 Uhr
FreihungOberpfalz

Abc-Schützen der Freihunger Grundschule besuchen Bauernhof

Begeistert und neugierig machten sich in der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ die Erstklässler der Josef-Voit-Grundschule Freihung auf den Weg zum Bauernhof der Familie Reil im Blauenneuschacht.

Die Kinder müssen alle Kraft mobilisieren, um die große Milchkanne zur Milchtankstelle transportieren. Landwirt Konrad Reil und Lehrerin Brigitte Böhm (im Hintergrund) führen durch das Anwesen.
von Autor NBUProfil

Aus erster Hand wollten die Mädchen und Buben erfahren, woher frische Milch kommt und wie die Produkte der Landwirtschaft regional vermarktet werden können. Begrüßt von den Ehelauten Bettina und Konrad Reil, marschierte die neugierige Truppe gleich in Richtung Kuhstall. Während die Tiere im Sommer täglich auch frisches Gras bekommen, gab es jetzt Silage, die die Kinder den Tieren mutig zum Fressen zuschoben. Im Melkstand warteten schon einige Kühe darauf, gemolken zu werden.

Sohn Tobias Reil erklärte den Melkvorgang. Zwei oder drei Eimer Milch pro Kuh? So viel? Das konnten die Mädchen und Buben kaum fassen. Verwundert meinte ein Kind: „Und wie wird die Kuh wieder voll?“ Auch auf diese spontane Frage gab es eine fachmännische Erklärung. Eine große Kanne voll frischer Milch zogen die Mädchen mit einem Handwagen zum Kälberstall. Dort wurden die Nuckel-Eimer befüllt und an die Kälbchen zum Trinken verteilt. Lustig ging es zu, als ein großer Milchtank zur Milchtankstelle geschoben werden musste. Hier erläuterte Landwirtschaftsmeister Konrad Reil, wie seine Kundschaft täglich rund um die Uhr Rohmilch zapfen kann. Dem Automaten daneben können weitere regionale Produkte entnommen werden, etwa Eier vom eigenen Bauernhof, Honig, Grillfleisch oder Würstchen, aber auch verschiedene Käsesorten aus der Region.

Schon wartete mit dem Eierabnehmen die nächste Attraktion. Von so viel Besuch fühlten sich manche Hühner ganz schön aufgescheucht. Der Hofbesitzer erklärte Interessantes über Gerste und Mais und die Verwertung auf dem Hof. Bäuerin Bettina Reil machte an Beispielen deutlich, wie wichtig Obst und Gemüse für die tägliche Ernährung sind. Auf dem urigen „Strohballen-Sofa“ mit Kuscheldecken ließen sich die Kinder dann Jogurt mit Früchten, appetitliche Happen, Butterbrote in Form von kleinen Kühen, Obstspieße und geschnittenes Gemüse schmecken. Dazu wurde selbst gepresster Apfelsaft gereicht. Bevor es wieder zur Schule zurückging, bedankten sich die Kinder mit ihren Lehrerinnen Annemarie Stubenvoll und Brigitte Böhm bei Familie Reil mit Kartoffeln der Sorte Musica von einem Öko-Bauernhof aus der Region.

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