15.07.2020 - 10:44 Uhr
FreihungOberpfalz

Änderungen im Kindergarten St. Marien Freihung

Großen Raum nimmt der Kindergarten St. Marien in der vergangenen Sitzung des Freihunger Marktgemeinderates ein: Die Gremiumsmitglieder beschließen eine Umnutzung und auch auf die Eltern kommt eine Änderung zu.

von Siegfried BockProfil

Einstimmig befürwortete der Freihunger Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung den Bauantrag der katholischen Kirchenstiftung zur Umnutzung des Kindergartens St. Marien zu einem künftig dreigruppigen Kindergarten mit zwei Krippengruppen. Ebenso beschloss das Gremium die 80-prozentige Übernahme des Betriebskostendefizits aus 2019 von 5273 Euro.

Geschäftsleiter Max Heindl hatte zuvor die Jahresrechnung eingehend erläutert und betont, dass der Betrieb eines Kindergartens zu den grundsätzlichen Aufgaben einer Kommune gehöre und diese es sehr schätze, dass die katholische Kirchenstiftung die Trägerschaft hat und diese gewissenhaft umsetzt. Der Ordnung halber wies Heindl jedoch explizit darauf hin, dass ein in 2019 zugeflossener Personalkostenzuschuss von 56.196 Euro rechnerisch noch in das Jahr 2018 gehöre. Demnach sei 2018 ein Ergebnis von 33.906 Euro und 2019 ein Ergebnis von 62.787 Euro zu verzeichnen.

Elternbeiträge für Kindergarten erhöhen

Ferner wurde festgestellt, dass seit der Generalsanierung des Kiga die Elternbeiträge nicht mehr angepasst wurden. Von 2007 bis 2019 betrug das Defizit 153.660 Euro. Davon hat der Markt Freihung 122.928 Euro übernommen. Im gleichen Zeitraum zahlten der Markt 1,825 Millionen Euro und der Freistaat Bayern 2,086 Millionen Euro an Personalkostenzuschüssen. „Trotz dieser hohen Förderung gelang es nicht, einen Ausgleich zu erwirtschaften“, fügte Heindl hinzu.

Zur kostendeckenden Führung forderte der Marktgemeinderat deshalb die katholische Kirchenstiftung auf, die Elternbeiträge ab 1. September nach Vorschlag der Verwaltung zu erhöhen. Ohne Gegenstimme verlängerte das Gremium die bisherige Regelung. Somit erhalten Eltern, die gleichzeitig mehr als ein Kind im Kindergarten zur Betreuung haben und für mindestens zwei Kinder ungekürzte und nicht durch Dritte bezuschusste Elternbeiträge entrichten, eine monatliche Zuwendung von 25 Euro für das zweite und jedes weitere Kind. Die Zuwendung darf die monatlichen tatsächlichen Betreuungskosten nicht übersteigen und ist gegebenenfalls zu kürzen.

Neues Bushäuschen für Großschönbrunn

Zweiter Bürgermeister Klaus Siegert hatte für Großschönbrunn die Erneuerung des Bushäuschens an der Haltestelle Dorf-/Hirschauer Straße beantragt. Eine Variante aus Glas sollte es werden. Nach der Entfernung des alten Betonwartehäuschens im Zuge der Dorferneuerung kam aber zum Vorschein, dass das an die Rückwand angrenzende Feuerwehrhaus erhebliche Mängel aufweist und kein schönes Bild abgibt. Das Gremium beschloss auf Wunsch von Siegert, diesen Tagesordnungspunkt zurückzustellen. Der stellvertretende Bürgermeister will sich nun zunächst mit der Dorfgemeinschaft besprechen, ob in Eigenleistung ein Unterstellhäuschen mit Übernahme der Materialkosten erstellt werden könne.

Den Auftrag für die Erschließung zur Ver- und Entsorgung des Grundstückes Fl. Nr. 177/2 im Baugebiet Brunnenstraße in Thansüß erhielt die Firma Hans Braun aus Rothenstadt für 40.315 Euro. Wegen fehlender Informationen folgten die Ratsmitglieder dem Vorschlag von Bürgermeister Uwe König, den Bauantrag zur Erweiterung des Tanzflecker Schützenheims zurückzustellen.

Mit 14 zu 0 Stimmen erteilte der Marktgemeinderat nach eingehender Diskussion eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Freihung-West. Die maximale Zaunhöhe von zwei Metern ist einzuhalten, das im jetzigen Zustand eingebaute Gartentor zum Spielplatz ersatzlos zu entfernen.

Dem Tekturantrag eines Grundstückanliegers auf Zufahrtsänderung in der Thansüßer Brunnenstraße wurde mit 13:1 und der Maßgabe stattgegeben, dass eine entsprechende Erschließungsvereinbarung getroffen wird. Marktrat Oliver Schmidt konnte sich mit der Erschließung über einen öffentlichen Feld- und Waldweg nicht anfreunden. Er verwies auf das neue Baugebiet und animierte zum Kauf eines dortigen Grundstücks.

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