24.06.2020 - 09:39 Uhr
FreihungOberpfalz

Europäisches Jugendprojekt Oberpfalz trotzt Coronakrise

Die Auswirkungen der Coronakrise schlagen auch beim Europäischen Jugendprojekt Oberpfalz (EJPO) voll durch. Auch eine wichtige Veranstaltung fällt dem Virus zum Opfer.

Er tritt im Jahr 2022 ab: Hartmut Schendzielorz.
von Siegfried BockProfil

"Mit der Absage der Projektwoche ist uns der Höhepunkt verloren gegangen, denn das Programm war abwechslungsreich vorbereitet", bedauert Vorsitzender Hartmut Schendzielorz. Für ihn wäre es die letzte Projektwoche als Leiter gewesen.

Im Juni sollten deutsche, polnische und französische Teilnehmer zu einer Studien- und Erlebniswoche durch Bayern, Österreich und Ungarn aufbrechen. "Wir wollten zusammen Land und Leute kennenlernen sowie die Geschichte und deren Folgen spürbar erleben", sagt Schendzielorz. Dabei sollten auch die "geschwisterlichen Beziehungen der Deutschen im Kontext der ehemals europäischen Großmächte in die Betrachtungen mit einbezogen werden".

Schon im Vorfeld hatten die Leiter/Teamer der jeweiligen Gruppen den 75. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs aufgegriffen, um mit den jugendlichen Teilnehmern einen Blick zurück in die Zeit vor, während und nach dem Jahrhundert der beiden Weltkriege zu werfen. Für die deutschen Jugendlichen waren die Beteiligung an der Gedenkfeier im Dom zu Regensburg am 8. Mai und die Nachbereitung in Verbindung mit einer Tagesfahrt zur Kriegsgräberstätte nach Cheb/Eger am 25. Juli fest eingeplant.

Zahlreiche Veranstaltungen geplant

Amberg

Die Vereins- und Projektleitung will sich jedoch von der Coronakrise nicht unterkriegen lassen, sondern geduldig und in kleinen Schritten an der Bewältigung der Folgen arbeiten, um zu gegebener Zeit etwa Mitte September wieder aktiv einsteigen zu können. So wollen die Verantwortlichen auf jeden Fall versuchen, noch heuer die angedachte Kontaktaufnahme mit der Schule in Plasy/CR, im Oktober die Tagesfahrt nach Cheb mit deutsch-tschechischem Gedenken und das Wochenende in Berlin vom 13. bis 15.November mit Teilnahme an der zentralen Gedenkfeier im Deutschen Bundestag zu verwirklichen.

Im Jahr 2021 steht unter Leitung von Gerd Müller und Christiane Regn die Projektwoche in Ravensbrück, Seelöwer Höhen und auf der Insel Rügen auf dem Programm. Falls der 2022 vorgesehene Generationswechsel in der Führungsspitze gelingt, wäre eine Fortsetzung der abgesagten Aktivitäten denkbar, signalisiert Schendzielorz. Persönlich werde er diese letzten zwei Jahre als EJPO-Vorsitzender nicht mit angezogener Handbremse fahren, sondern sich mit vollem Einsatz, Optimismus und Überzeugung an einem schlüssigen Konzept arbeiten. Denn er wolle einen gut funktionierenden Verein übergeben.

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