22.12.2019 - 10:19 Uhr
FreihungOberpfalz

Gemeinderat Freihung beschließt Sanierung des Thansüßer Gemeinschaftshauses

An der das ganze Jahr über zu beobachtenden Harmonie im Marktgemeinderat Freihung ändert in der letzten Sitzung 2019 auch die bevorstehenden Kommunalwahlen nichts. Nur die Anschaffung eines GPS-Geräts stößt bei zwei Räten auf Ablehnung.

Das ehemalige Schulhaus in Thansüß, das als Dorfgemeinschaftshaus dient, ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Der Marktgemeinderat Freihung kann dazu hohe Zuschüsse erwarten und wird umgehend den Förderantrag stellen.
von uscProfil

Der Marktgemeinderat hat die Weichen für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Thansüß gestellt. Dank hoher Zuschüsse aus diversen Fördertöpfen wird auf die Gemeinde wohl nur ein geringer Kostenanteil von 20 Prozent zukommen. Die Thansüßer Nutzer des ehemaligen Schulhauses signalisierter bereits ihre Bereitschaft, die Sanierung mit Eigenleistungen zu unterstützen.

Das in die Jahre gekommene Haus wird nach Worten von Bürgermeister Norbert Bücherl von der Dorfgemeinschaft sehr gut angenommen. Was dringend der etappenmäßigen Erneuerung bedürfe, seien Heizung, Stromleitungen, Boden und Wasseranschluss. Außerdem sei das Dach dringend zu sanieren, da es Nässe durchlasse. Die örtlichen Nutzer, so war zu hören, hätten zuletzt selbst einige Missstände verbesserut, etwa in der Küche. Die ersten Maßnahmen sollen bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.

Der Bürgermeister verwies in der Dezember-Sitzung auf die in Aussicht gestellten guten Fördermöglichkeiten, so dass nach jetzigem Planungsstand 80 Prozent der Ausgaben aus verschiedenen Töpfen bezuschusst werden. Verwaltungsleiter Max Heindl ergänzte, dass man rasch ein Sanierungskonzept brauche. Reinhard Seidl (FW) kündigte für die Thansüßer Schützen an, dass man diese Manpower einbringen werde. Gleichzeitig regte er an, den vorzeitigen Baubeginn zu beantragen. Klaus Siegert (CSU) bat zu überprüfen, ob man noch weitere Einzelmaßnahmen in das Projekt mit aufnehmen sollte, soweit die Förderhöhe nicht gedeckelt werde. Uwe König (FW) regte an, eine Reserve von zehn Prozent für Unvorhersehbares mit einzuplanen. Auf Anfrage von Heinrich Müller (FW) berichtete der Bürgermeister, dass die Gemeinde auch die Außenanlagen mit einbeziehen wolle. Der Beschluss fiel einstimmig aus.

Der Marktgemeinderat fasste den Aufstellungsbeschluss zur Ausweisung eines Sondergebiets für Photovoltaik-Anlagen in der Gemarkung Seugast. Vor dem Aufbau der Anlage in zwei Jahresschritten müssen baufällige Gebäude verschwinden und ist das Gelände einzuebnen. Weitere Schritte im Genehmigungsverfahren hängen davon ab, wie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ausfallen.

Formsache für den Rat war die Ersatzbeschaffung für die Feuerwehren der Gemeinde in Höhe von rund 12 000 Euro. Keine Anforderungen hatte die Großschönbrunner Wehr gestellt. Bei zwei Gegenstimmen von Helmut Wurzelbacher und Henrich Schwirzer beschloss das Gremium den Kauf eines GPS-Geräts zum Einmessen von Flurgrenzen und Versorgungsleitungen. Die dafür erforderliche Soft- und Hardware sei in der Verwaltung bereits vorhanden, ließ Max Heindl wissen. Die Gemeinderäte winkten einen Antrag auf Erweiterung eines Einfamilienhauses in Elbart durch. Das letztes Wort in Sachen Neubau eines Einfamilienhauses in Großschönbrunn, Am Krautgarten 1, hat das Landratsamt.

Quasi einige Geschenke des Christkindls an die Gemeinde gab der Bürgermeister am Ende der Sitzung bekannt. So fließen Zuschüsse der Regierung für das Förderprogramm Josef-Voith-Schule. Vom Land gibt es 35 200 Euro Rückerstattung für Straßenausbau und 26 500 Euro Zuschuss für das neue Fahrzeug der Feuerwehr Seugast. Geldreserven hat wohl auch das Amt für Ländliche Entwicklung, wie Norbert Bücherl berichtete. Diese wolle die Gemeine beispielsweise für Verbesserungen am Spielplatz in Elbart anzapfen.

In seiner letzten Jahresschlussrede als Bürgermeister hob Bücherl als Höhepunkt die Feier zum Jubiläum 450 Jahre Markterhebung Freihung und das große Engagement der Vereine bei diversen Anlässen, vor allem auch bei kulturellen Höhepunkten, hervor. 2019 sei hinsichtlich der Investitionen ein relativ zurückhaltendes Haushaltsjahr gewesen. Leider nicht starten konnte die Gemeinde seinen Worten zufolge die einfache Dorferneuerung Großschönbrunn wegen eines Formfehlers der Baufirma. Als wichtigste Straßenbaumaßnahme führte Bücherl die Fertigstellung der Gemeindeverbindungsstraße Konradinsgrund an.

2020 soll die Generalsanierung der Grundschule Freihung mit mehreren Bauabschnitten beginnen, wie der Bürgermeister ankündigte. Mit Blick auf die neue Amtszeit führte Bücherl einige anstehende Aufgaben an: Kläranlagen, Kanalleitungen, Straßeninstandsetzungen, Ersatzbeschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen und die Sanierung des Thansüßer Dorfgemeinschaftshauses. Dankbar zeigte sich Bücherl für die konstruktive Zusammenarbeit im Marktgemeinderat, seien heuer doch 70 von 86 Beschlüssen einstimmig gefasst worden.

Das ehemalige Schulhaus in Thansüß, das als Dorfgemeinschaftshaus dient, ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Der Marktgemeinderat kann dazu hohe Zuschüsse erwarten und wird umgehend Förderantrag stellen.
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