05.11.2020 - 11:28 Uhr
FreihungOberpfalz

Marktgemeinderat Freihung stellt für Generalsanierung der Josef-Voit-Schule neuen Zuschussantrag

Das Paket soll neu geschnürt werden: Der Marktgemeinderat Freihung zieht den Förderantrag aus 2018 für die Generalsanierung der Josef-Voit-Schule zurück und will einen neuen stellen. Der Grund: zusätzliche Maßnahmen, etwa für eine Lüftung.

Auf dem Gelände der ehemaligen Tennisanlage entsteht die Kultur- und Begegnungsstätte (Kube) Freihung. Im Hintergrund zu sehen: das bereits gebaute Soccerfeld.
von Siegfried BockProfil

„Es geht um eine wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer Schule und unsere Gemeinde“, betonte Bürgermeister Uwe König bei der Sitzung des Marktgemeinderats. Er meinte damit die zirka 3,5 Millionen Euro teure Generalsanierung der Josef-Voit-Schule. König verwies zugleich auf den Mehrwert für Kinder und Lehrer. „Wir sollten jetzt das Paket neu schnüren, absegnen und den Förderantrag neu stellen“, schlug Marktrat Heinrich Schwirzer (CSU) als bearbeitender Architekt vor.

Der Planer erläuterte die Maßnahmen: Die Mittagsbetreuung, bisher im Kellergeschoss vorgesehen, wird ins Erdgeschoss verlegt. Die Raumakustik im Schulgebäude wird verbessert. Allein eine Million Euro an Kosten sind zu erwarten für die Erneuerung der Bereiche Technik und Sanitär. Die in Corona-Zeiten sehr wichtige Belüftung kommt auf rund 300 000 Euro. Durch Verzicht auf das Wärmeverbundsystem kann man laut Architekt 150 000 Euro einsparen. Vorgesehen ist seinen Angaben zufolge auch die Neugestaltung des Eingangsbereichs mit überdachtem Pausenhof (80 000 Euro). „Diesen sollten wir nicht angreifen“, hielt FW-Sprecher Reinhard Seidl entgegen. „Wir kriegen jetzt die Förderung, in zehn Jahren nicht mehr“, erwiderte Schwirzer. CSU-Fraktionschef Helmut Wurzelbacher („wenn wir schon so viel Geld in die Hand nehmen“) wie zuvor seine Parteikollegin Erika Urban und Dritter Bürgermeister Johannes Ott (SPD) plädierten jedoch für die Aufnahme in den Förderantrag. Mit 11:2 Stimmen wurde der Verzicht auf das Wärmeverbundsystem bekräftigt. Ohne Gegenstimme plädierte das Gremium für die Rücknahme des Förderantrags aus dem Jahr 2018 und für den neuen Antrag mit einer Fördersumme von 3,2 Millionen Euro, der die Mehrinvestition von rund 800 000 Euro für Eingangsbereich, Lüftung und Grundrissänderungen berücksichtigt.

„150 000 Euro waren für die Kultur- und Begegnungsstätte (Kube) Freihung eingeplant. 86 000 Euro wurden bereits ausgegeben. Somit stehen noch 64 000 Euro zur Verfügung“, ließ Bürgermeister Uwe König wissen. Heinrich Schwirzer hatte mit Christian Wiesneth eine Vorauswahl für die Spielgeräte getroffen. „Wir wollen was Besonderes machen. Ein Hauptaugenmerk wird auf Klettern gelegt“, erläuterte Schwirzer bei der Vorstellung von "wahren Eyecatchern". Wurzelbacher war der Meinung, dass erst ein Konzept für alle Altersgruppen entwickelt und sich Gedanken gemacht werden sollte, was man anschaffen will. Für ihn sei das zu spezifisch, Vielfalt sei gefragt. „Wir haben uns schon Gedanken gemacht und Jugendliche aus allen Ortsteilen eingeladen“, entgegnete Wiesneth. Erika Urban empfahl, in die Kostenaufstellung Geräte für alle Generationen einzubeziehen. „Die Kosten hauen mich schon um. Deshalb soll man die Sache zunächst in die Ausschüsse geben“, warf Reinhard Seidl ein. Johannes Ott regte an, für die Senioren ein Schachfeld und eine Tischtennisplatte anzuschaffen.

Zweiter Bürgermeister Klaus Siegert (CSU) sprach sich gegen einen "Schnellschuss" aus, und sein Fraktionskollege Sebastian Weiß wollte die Angelegenheit gar auf das nächste Jahr verschieben. Bürgermeister König nannte als dafür verfügbaren Betrag 64 000 Euro. Aus dem Regionalbudget könnten noch 15 000 Euro fließen. Auf Vorschlag von Wurzelbacher beauftragte das Plenum einstimmig die Ausschüsse. Das Ergebnis soll Architekt Schwirzer in den Plan übernehmen und dann vorstellen.

Freihunger Kultur- und Begegnungsstätte Treff für Alt und Jung

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