11.09.2020 - 14:14 Uhr
FreihungOberpfalz

Marktgemeinderat Freihung weist Angebot für Bau des Dachtragwerks der Grundschule zurück

Mit der Generalsanierung des Grundschultrakts der Josef-Voit-Schule steht der Marktgemeinde Freihung ein finanzieller Kraftakt bevor. Diese große Baustelle beschäftigt erneut den Gemeinderat als eines von zahlreichen Themen.

Die Sanierung der Josef-Voit-Grundschule liefert dem Marktgemeinderat Freihung Diskussionsstoff.
von Siegfried BockProfil

Einstimmige Beschlüsse und zahlreiche Wortmeldungen prägten die Sitzung des Marktgemeinderats Freihung. Die Diskussion verlief bei der Zusammenkunft betont sachlich.

Die Generalsanierung des Grundschultrakts der Josef-Voit-Schule kostet viel Geld. „Da brauchen wir nicht mehr lange diskutieren. Es ist eine große Baustelle, die uns in den nächsten Jahren begleiten wird“, bemerkte FW-Sprecher Reinhard Seidl. Er verlangte die Erläuterung der Baumaßnahme und der damit verbundenen Kosten in der nächsten Sitzung sowie die Einholung eines neuen Angebots für das Dachtragwerk. Die derzeit vorliegenden Kosten in Höhe von 64 000 Euro erschienen ihm jedenfalls zu hoch. Sebastian Weiß (CSU) bat, Statiker Hans Rettinger aus Kaltenbrunn auf Regiebasis zur Seite zu holen.

Die Verwaltung sei davon ausgegangen, dass das Angebot auch der ausführende Architekt erhalten habe, sagte Geschäftsleiter Max Heindl. Er regte eine separate Besprechung entweder im Bauausschuss oder in der nächsten Marktratssitzung an. Das Gremium folgte Bürgermeister Uwe König und lehnte das vorgelegte Angebot des Statikers zur Tragwerksplanung ab, weil es den Vorgaben nicht entspreche.

Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen für das Einfamilienhaus mit Garage am Oberen Rofachweg 3, für den Scheunenabbruch mit Errichtung eines Vorhauses mit Unterkellerung zum Carport-Anbau in der Thansüßer Professor-Stark-Straße 18 und für die Aufhebung des Bauverbotsstreifens in der Mühlbergstraße 17. Genehmigt wurden die Kosten von 8119 Euro für den Umbau einer Straßenbeleuchtungs-Schalteinheit mit Verlegung eines neuen Straßenkabels in der Gartenstraße in Tanzfleck durch die Bayernwerk Netz GmbH. Zustimmung fanden auch die von Bürgermeister König mit 22 618 Euro bezifferten Mehrkosten für die Erschließung des erweiterten Baugebiets in Thansüß. Während der Bauarbeiten war festgestellt worden, dass die Aufnahme der bestehenden Felddrainagen und die Ausbildung einer Entwässerungsführung mit Teilsickerrohren DN 150 unumgänglich sei. Starke Niederschläge hätten gezeigt, dass im Baugebiet große Mengen Oberflächenwasser auftreten.

Für die beiden Straßenzüge des zehn Häuser umfassenden Baugebiets An der Siedlung in Thansüß ging es um die Festlegung der Straßenbezeichnung. Stefan Blind (CSU) schlug Zum Kohlbühl oder Schillers Moosweg vor. „Wir sollten prinzipiell bei einem Namen bleiben“, meinte Seidl – entweder Koppelweg, Koppelring oder Am Südhang. Dritter Bürgermeister Johannes Ott (SPD) plädierte gegen einen Ring. Schließlich einigte man sich auf Blinds Vorschlag Zum Kohlbühl.

Sebastian Weiß (CSU) schlug vor, sich bei dieser Sitzung nicht auf die Beschaffung eines bestimmten Pritschenfahrzeugs für die Kläranlage Freihung festzulegen, weil die mit Tageszulassung oftmals schnell vergriffen seien. Vielmehr sollte der Verwaltung ein Budget zur Verfügung gestellt werden. Das Gremium beauftragte die Verwaltung zur Beschaffung eines geeigneten Fahrzeugs zusammen mit den Bauhofmitarbeitern für höchstens 25 000 Euro.

Ausrüstungswünsche hat auch die Marktfeuerwehr. Darüber wird laut Bürgermeister in der nächsten Sitzung entschieden. Am Sonntag, 4. Oktober, ist nämlich Kommandantenwahl. Hinsichtlich des AOVE-Kernwegenetzes 2 Freihung sind laut König die Kernwege in Großschönbrunn (Strobel-Weg), Thansüß (Mauerhofweg), Seugast (Gemekindeverbindungsstraße nach Vilseck) und Thansüß 1 (Rofachweg) in die Planungen aufgenommen worden. Voraussetzung für die Umsetzung in den nächsten Jahren sei der Grunderwerb durch die Marktgemeinde. Diese übernimmt zu den geschätzten Kosten von 1,567 Millionen Euro eine Eigenleistung von 236 000 Euro.

Das Staatliche Bauamt hat die Angebote der Firma Ulrich, Hahnbach, für die Aushubabfuhr im Rahmen der Dorferneuerung Großschönbrunn genehmigt. Die Kosten betragen für das Hauptwerk 215 870 Euro, für das Hauptwerk 331 615 Euro. Der Rathaus-Chef erläuterte ferner die Änderungen der Tekturmaßnahmen. Dabei geht es um zusätzliche Pflege- und Asphaltmaßnahmen sowie um die Erneuerung des Buswartehäuschens – Kosten: 24 524 Euro.

Gesamtetat umfasst 9,6 Millionen Euro

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