07.10.2020 - 11:21 Uhr
FreihungOberpfalz

Marktrat Freihung beschließt Baukindergeld von 2000 Euro pro Kind

Pro Kind gibt es ein Baukindergeld von 2000 Euro. Diese Zuwendung beschließt der Marktrat Freihung mit elf zu vier Stimmen. Die Förderrichtlinie gilt rückwirkend zum 1. Januar 2020 auch für Altbauten.

Die Josef-Voit-Grundschule wird generalsaniert und damit erneut Thema im Freihunger Marktrat.
von Siegfried BockProfil

Bei seiner Sitzung vergab das Freihunger Gemeindeparlament die Tragwerksplanung für die Generalsanierung der Josef-Voit-Schule wurde auf Regiebasis. Den Zuschlag erhielt einstimmig als billigster Bieter der Statiker Hans Rettinger aus Kaltenbrunn zum Stundensatz von 70 Euro für die Ingenieurleistungen und von 50 Euro für den technischen Mitarbeiter. Zurückgestellt wurde jedoch der Tekturplan mit Kostenschätzung. Diesbezüglich kündigte Bürgermeister Uwe König eine Besprechung im Gemeindezentrum an.

Geschäftsleiter Max Heindl erläuterte das Angebot für das Kanalsanierungskonzept in Freihung. Eine Firma hatte zu spät abgegeben. „Das ist erstmals passiert“, bemerkte Heindl. Die Ausschreibung für die Begutachtung der Schäden zusammen mit der Erarbeitung eines Kanalisierungskonzepts darf nun die Firma Riwa aus Amberg zum Nettopreis von 19 068 Euro ausführen. „Zirka 500 Kilometer“, antwortete Heindl auf die Frage von Zweitem Bürgermeister Klaus Siegert (CSU), ob das gesamte Kanalsystem befahren wird. „Bei der Kanalspülung müssen wir nochmal mit 100 000 Euro Ausgaben rechnen. Großschönbrunn erfährt eine eigene Betrachtung“, fügte Heindl an, da hier schon einige Schäden in jüngster Zeit begutachtet worden seien. Befürwortet wurde der Bauantrag für ein Wohnhaus mit Doppelgarage und Gartengeräteraum in Seugast, Schlehenweg 16.

Nach dem Abbau der Oberleitung ist beim Anwesen Am Buchenweg 2 in Tanzfleck eine Straßenbeleuchtung notwendig. Max Heindl bezifferte die Kosten für die Pilzleuchte auf 6438 Euro. Eine von FW-Sprecher Reinhard Seidl ins Spiel gebrachte Solarleuchte scheidet aus, weil bei ungünstigen Witterungsverhältnissen die Leuchten nicht die ganze Nacht in Betrieb blieben. Deshalb gab Seidl zu überlegen, ob nicht eine weitere Leuchte aufzustellen wäre. Fraktionskollege Oliver Schmidt regte an, die Leuchte zwei Meter nach hinten zu rücken. Der Auftrag erging an die Bayernwerk Netz AG zum Preis von 5550 Euro plus Mehrwertsteuer. Einverständnis herrschte bezüglich der Übernahme des Eigenanteils von rund 4990 Euro für den Pumptrack in Elbart. Der Gemeindechef dankte Christian Wiesneth für die Organisation der Arbeitseinsätze. „Dadurch wurde der Verwaltung viel Arbeit abgenommen“, lobte Heindl.

9771 Euro kosteten die von Markus Ohla abgenommenen Ausbesserungsarbeiten am Mauerhofweg, informierte Bürgermeister König. Geschäftsleiter Heindl begründete die Dringlichkeit der Maßnahme mit der Verkehrssicherheit. „Der Zustand erforderte eine schnelle Reaktion“, bekräftigte Seidl. CSU-Sprecher Helmut Wurzelbacher und Heinrich Schwirzer zeigten sich mit der Ausführung durch die Firma Hirsch nicht zufrieden. Dazu erklärte Max Heindl: „Es handelt sich hier nur um ein Provisorium. Der Mauerhofweg als Bestandteil des Kernwegenetzes wird in den nächsten Jahren komplett ausgebaut.“ Mit einer Gegenstimme wurde die Maßnahme nachträglich genehmigt. Als es galt, die Straße Am Kohlbühl in Thansüß zu widmen, bat Heinrich Müller (FW), beim Anwesen Hausnummer 2 eine Mulde zu veranlassen, um Sandeintrag in die neue Kanalisation zu vermeiden. Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen die Aufstufung eines Feld- und Waldwegs in Thansüß zur Siedlungsstraße.

Grundsätzlich könne er sich mit der Lösung anfreunden, den Bolzplatz in Tanzfleck aufgrund der Bleibelastung des Bodens mit einer fünf mal sieben Meter großen Fallschutzmatte auszustatten, informierte das Gemeindeoberhaupt, Kosten: zirka 3500 Euro. „Wir schauen uns das nochmal an und warten die Stellungnahme des Landratsamts ab“, sagte König. Ein barrierefreier Zugang zum Rathaus ist laut Bürgermeister durch eine Rampenlösung parallel zur Rathausmauer oder durch eine Hebeeinrichtung geplant. „Das Pflaster an den ehemaligen Baumeinfassungen vor dem Rathaus hat sich gesenkt“, monierte Schwirzer. Der Bauhof habe bereits den Auftrag, die erhöhten Steine wieder tiefer zu setzen, erwiderte Heindl. Helmut Wurzelbacher bemängelte, dass bei Kanal-Schürfarbeiten die Kanalrohre nicht gereinigt würden und viel Morast liegen bleibe. Er bat deshalb zu veranlassen, die Einlässe unbedingt zu säubern. Heinrich Müller (FW) wies darauf hin, dass Lohgraben und Entwässerungsrohr in Thansüß nicht mehr die Kapazität für einen Starkregen hätten. „Das wird vom Bauhof erledigt“, wusste Stefan Blind (CSU).

Dann hatten Zuhörer Gelegenheit, Anliegen vorzubringen. Thomas Kraus beantragte im Namen der Anwohner eine zeitnahe Sanierung der Seugaster Bruckgasse und übergab dazu Unterschriften samt einer Dokumentation an Bürgermeister König. „Dieser Bereich ist etwas Aufwendiges. Markus Ohla von der Bauverwaltung hat bereits den Auftrag“, konstatierte König. Stephan Spörrer hält die Sanierung des Dorfbrunnens in Seugast für erforderlich, weil das Wasser im Boden versickere.

Sanierung der Freihunger Grundschule schreitet voran

Freihung
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