Freihung
04.11.2018 - 13:54 Uhr

Reformationsandacht mit Überraschung

Anspruchsvolle Musik hören die Besucher einer Andacht anlässlich des Reformationsfestes. Der evangelische Posaunenchor Thansüß zeigt sich dabei in Höchstreform.

Der evangelische Posaunenchor Thansüß unter der Leitung von Heinrich Müller gestaltet eine Andacht. Bild: exb
Der evangelische Posaunenchor Thansüß unter der Leitung von Heinrich Müller gestaltet eine Andacht.

Chorleiter Heinrich Müller hatte für das Programm Stücke aus dem neuen Bläserheft des Verbandes der evangelischen Posaunenchöre in Bayern ausgewählt. Den Auftakt machte eine sehr feinfühlig vorgetragene fünfstimmige Intrade von Johann Pezelius, gefolgt von einer Meditation über den Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“. Nach der Begrüßung informierte die Sprecherin Ulrike Amann, selbst eine ehemalige Bläserin, über die Entstehung dieses Chorales, dessen Autor zu diesem Zeitpunkt sehr krank war.

Mit verschiedenen Variationen über den Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ lud der Chor die zahlreichen Kirchenbesucher zum Mitsingen ein. Dazwischen erklangen Vivace und eine Sarabande von Georg Friedrich Händel. Amann zeigte in zwei weiteren Textteilen die Vorzüge der Musik auf. Von König Saul über Martin Luther spannte sie einen Bogen in die Neuzeit. Überraschend war die Aussage, dass Musik "für viele Menschen ein äußerst wirksamer Medizinersatz ist, der übrigens nur die Aufmerksamkeit und kein Geld kostet". Soweit bekannt, gebe es auch keine Nebenwirkungen.

Heinrich Müller leitete den modernen Teil mit einer Intrade in Jazz von Matthias Michel an der Orgel ein. Eine sehr neuzeitlich komponierte Version des Liedes „Hilf Herr, meines Lebens“ im Swing- und Jazz-Stil schloss sich an. Die Gemeinde war bei vier Versen gefordert und sang kräftig mit. Den Abschluss nach einem „Vaterunser“ bildete ein sehr gefühlvoll vorgetragener Hymnus von Reinhard Gramm. Langanhaltender Applaus, bei dem sich die Besucher von den Bänken erhoben, war der Lohn für die Musiker.

Eine große Überraschung bereiteten die beiden Vertreterinnen der Theatergruppe Freihung dem Posaunenchor. Heidi Wisneth und Erika Urban überreichten eine Spende von 500 Euro zur freien Verfügung. Die Freude darüber war sehr groß, nehmen doch mehrere Jugendliche mit finanzieller Unterstützung des Chores wieder an der alljährlichen Bläserschulung des Bezirkschores auf Burg Wernfels teil. Beim anschließenden Stehempfang ließ man sich das von den Chorfrauen zubereitete Fingerfood schmecken.

Reformation Bild: exb
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