Freudenberg
09.12.2019 - 15:41 Uhr

Bei Bürgerversammlung Bilanz gezogen

Vieles wurde im ablaufenden Kalenderjahr auf den Weg gebracht, weitere Projekte stehen an. Bürgermeister Alwin Märkl plauderte bei einer Bürgerversammlung aus dem kommunalpolitischen Nähkästchen.

Eine recht gut besuchte Bürgerversammlung, bei der die Gemeindebürger Freudenbergs reichhaltige Informationen von Bürgermeister Alwin Märkl (stehend, am Mikrofon) erfahren durften. Bild: sche
Eine recht gut besuchte Bürgerversammlung, bei der die Gemeindebürger Freudenbergs reichhaltige Informationen von Bürgermeister Alwin Märkl (stehend, am Mikrofon) erfahren durften.

Alwin Märkl berichtete zu Beginn der sehr gut besuchten Veranstaltung im Gasthaus Steinköppl in Etsdorf von den notwendigen Personalveränderungen. Personelle Unterstützung erhalten sieben AOVE-Gemeinden, darunter auch Freudenberg, mit der Anstellung eines Archivars.

80 Prozent Förderung

Erfreulicherweise, so der Bürgermeister, konnte - trotz laufend hoher Investitionen - die Gesamtverschuldung der Gemeinde in den vergangenen sechs Jahren um 15 Prozent reduziert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt demnach 1156,90 Euro.

Die Gemeinde hat bereits zwei Breitbandförderprogramme durchlaufen, ein drittes ist ebenfalls schon weit fortgeschritten. Sie erhält dafür auf die Investitionskosten in Höhe von 1 172 145 Euro eine Förderung von 80 Prozent.

Als eine der ersten Gemeinden in Bayern hat Freudenberg, nach den Worten des Bürgermeisters, eine Interessensbekundung für das Förderprogramm Mobilfunk abgegeben. Zwischenzeitlich ist der Bescheid für die Abdeckung " weißer Flecken", - nicht versorgter Gebiete - eingegangen.

Nach erfolgten Vorerkundigungen hinsichtlich der Umsetzbarkeit bei der Bauaufsichtsbehörde und beim Naturschutz, stehen nun konkrete Grunderwerbsgespräche mit Eigentümern an. Die Fördersumme sei auf 500 000 Euro beschränkt.

Auch in Berchtesgaden dabei

Dem Bereich Feuerwehr misst Märkl hohe Bedeutung zu. Nicht nur bei schlimmen Unwetter- und Brandeinsätzen im Gemeindebereich waren die Aktiven gefordert. Innerhalb des Hilfeleistungskon-tingents wurden Mitglieder der FFW Freudenberg-Wutschorf sowie der FFW Lintach zum Einsatz bei der Schneekatastrophe in Berchtesgaden gerufen.

28 Tage ohne Strom

Aus dem Sonderprogramm des Freistaates wurde Wechselkleidung für Atemschutzträger beschafft. Außerdem gab es ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS für die FFW Freudenberg und einen Tragkraftspritzenanhänger für die FFW Bühl.

Die neu installierte Sirenenanlage auf dem Gerätehaus in Freudenberg kann im Katastrophenfall bis zu 28 Tage ohne Strom verwendet werden. Auch besteht die Möglichkeit, dass Durchsagen gemacht werden.

Die Gemeinde wurde im Kommunalen Investitionsprogramm für die energetische Sanierung der Mittelschule in Freudenberg berücksichtigt, so Alwin Märkl. Die Baumaßnahmen, mit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert, stehen in den nächsten Monaten vor dem Abschluss. Mittlerweile wurde innerhalb des Kommunalen Investitionsprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur (KIP-S) ein weiterer Zuschuss in Höhe von 950 500 Euro bewilligt. Die Ausschreibungen für die Investitionen befinden sich in Vorbereitung und sollen ab Januar 2020 hinausgehen.

Für die Medienausstattung der Grund- und Mittelschule "Digitales Klassenzimmer" erhält die Kommune einen Festbetrag von 19 857 Euro - bei einer zehnprozentigen Eigenbeteiligung. Für ein weiteres Förderprogramm des Bundes "Digitale Bildungsinfrastruktur" liege eine Förderzusage von 88 128 Euro vor.

Weitere Dorferneuerungen

Rückblickend erinnerte Märkl an den Abschluss der Dorferneuerung in Bühl und verwies auf die anstehende Dorferneuerungsmaßnahmen in Pursruck und Greßmühle.

Die Einleitung des Dorferneuerungsverfahrens in Aschach ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Die Optimierung von Wanderwegen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis steht ebenfalls auf der Agenda.

40 Jahre alten Leerstand beseitigt:

Die rege Bautätigkeit in der Gemeinde geht weiter

Mit der Sanierung des alten Forsthauses in Freudenberg wurde ein 40 Jahre alter Leerstand beseitigt. Die drei Wohnungen sind an drei junge Familien – anerkannte Asylbewerber aus Syrien – vermietet. Ein erfreulicher Schritt in Richtung Klimaschutz wurde mit der Errichtung von Elektroladesäulen in den Ortschaften Freudenberg und Paulsdorf vollzogen.

Nachdem das Baugebiet Aschach-Ost fertiggestellt ist, wird an den Bebauungsplänen Etsdorf-Süd mit zehn, Lintach-Ost mit 14 und dem Baugebiet Freudenberg mit 16 Parzellen gearbeitet. Trotzdem brenne ihm, so der Bürgermeister, aber das Thema „Innen vor Außen“, die Umsetzung einer flächensparenden Siedlungsentwicklung auf den Nägeln.

Für die Sanierung der Wasserleitung mit Anschluss an die Wasserversorgung der Stadtwerke Amberg im Industriegebiet Nord fallen Kosten in Höhe von circa 900 000 Euro an. Die Abwasserbeseitigung Immenstetten hat ein Kostenvolumen von 1,5 Millionen Euro. Mit der Generalsanierung der Kläranlage Freudenberg und der Installation einer Photovoltaikanlage auf den Gebäuden wird sich der Gemeinderat demnächst beschäftigen.

Abschließend nahm Bürgermeister Alwin Märkl ausführlich Stellung zu einem eingegangenen Antrag zur Bürgerversammlung eines Etsdorfer Bürgers, der Details über die Schmutzfracht in der Kläranlage Etsdorf wissen wollte.

Die Vorstände des SV Etsdorf sowie des Vereins der Freunde der Glyptothek Etsdorf warteten mit einem Antrag auf Förderung der Sanierung des Tempel-Museums auf.

 
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