15.09.2020 - 09:15 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Freibad Freudenberg: Bund fördert Sanierung

Zum Ende der Freibad-Saison 2020 gibt es einen warmen Geldregen aus Berlin: Die Schwimmer-Becken in Freudenberg können nun doch noch ordentlich saniert werden.

von Autor (gri)Profil

Es muss ein Gefeilsche gewesen sein, in der jüngsten Sitzung des Haushaltsausschusses im Bundestag in Berlin. Das Programm zur Förderung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur war mit 1238 Anträgen aus der ganzen Bundesrepublik um das zehnfache überzeichnet. Weil der Ausschuss die Mittel aufgestockt hat, kommt nun auch Freudenberg in den Genuss eines Zuschusses: 605.000 Euro stehen für die Sanierung des Freibades bereit. Zuvor hatte bereits Rieden die Zusage zur Unterstützung bei der Freibadsanierung bekommen.

"Damit hatten wir nicht mehr gerechnet", gibt Bürgermeister Alwin Märkl zu. Der Rathauschef musste fürchten, die dringend erforderlichen Ausbesserungen im Bad aus der Gemeindekasse schultern zu müssen. Für Freudenberg wäre das ein immer größer werdendes Problem geworden. Die Fliesen machen Jahr für Jahr Probleme. Durch den Frost im Winter platzen die Kacheln, besonders an den Beckenköpfen, regelmäßig auf.

Das Freibad hat bereits seit 6. September geschlossen, für Bundestagsabgeordneten Alois Karl sperrte es nun noch einmal auf. Der CSU-Politiker machte sich zusammen mit Bürgermeister Märkl und Schwimmmeister Uwe Paul ein Bild von den anstehenden Arbeiten. Alois Karl ist Mitglied im Haushaltsausschuss und hat nach eigenen Worten Sorge dafür getragen, dass Freudenberg doch noch berücksichtigt wurde.

Vor allem die Beckenköpfe sollen erneuert werden - am besten in Edelstahl-Ausführung. Laut Bürgermeister soll auch das Kinderplanschbecken mit Edelstahl ausgekleidet werden, um die Verletzungsgefahr der Kleinen zu minimieren. Auf der Wunschliste stehen außerdem barrierefreie Zugänge zu Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, die Sanierung der sogenannten Durchschreite-Becken sowie Investitionen in die technischen Anlagen. "Für uns ist das Förderprogramm ein Sechser im Lotto", schwärmt Schwimmmeister Paul.

Märkl will nun unverzüglich mit dem Gemeinderat reden und alle Möglichkeiten ausloten, damit das Projekt zügig starten kann. Nachdem die Gelder spätestens bis 2025 abgerufen werden müssen, ist davon auszugehen, dass die Arbeiten im Winterhalbjahr stattfinden können und das Bad den Sommer über normal öffnen kann. "Wir müssen das erst planen und dann zeitlich eintakten", sagte der Bürgermeister. Bei den 605.000 Euro wird es am Ende wohl nicht bleiben. Die Gemeinde wird selbst noch etwas drauflegen müssen.

Auch das Freibad in Rieden profitiert von dem Bundesprogramm

Rieden
  • Das Freudenberger Freibad wurde 1968 eröffnet
  • Ab 1998 erfolgte ein kompletter Umbau in mehreren Bauabschnitten
  • Das Bad verfügt über ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken
  • Besonders gefragt ist der Kleinkinderbereich mit Planschbecken
  • An heißen Sommertagen werden bis zu 3000 Badegäste gezählt
  • Schwimmmeister ist Uwe Paul
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