26.06.2019 - 11:23 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Freudenberger feiern ihren Nationalfeiertag: Johannisbergfest

Die Freudenberger betrachten es als nichts weniger als ihren Nationalfeiertag: das Johannisbergfest. Auch heuer gelingt ein wunderschönes Fest.

Pater Robert Schmidbauer bei seiner ambitionierten Festpredigt.
von Autor GIOProfil

Die Tage um die Sonnwende und den Johannistag sind für den Ort schon ganz besondere Tage. Bereits am Freitag ging es im Fackelzug von Freudenberg hinauf zu den Drei Kreuzen, wo die Landjugend das Johannisfeuer entzündete.

Am Sonntag wurde das Johannisbergfest bei der Wallfahrtskirche St. Johann begangen. Vom Oberland, aber auch aus Rottendorf, Etsdorf und Lintach zogen Pilgergruppen heran zum Festgottesdienst im Freien vor der Kirche. Neben Pfarrer Moses Gudapati und dem Ruhestandsgeistlichen Hans Hammer war Hauptzelebrant und Festprediger Pater Robert Schmidbauer.

In seiner Predigt ging der Ordensmann im Besonderem auf die Lebensregeln des heiligen Johannes ein, die im Evangelium verkündet worden waren. Unter anderem habe Johannes die Soldaten angehalten, niemanden zu missbrauchen oder Menschen durch ihre Macht erpressen. Einen aktuellen Bezug stellte Pater Robert mit den Friedensnobelpreisträgern des Jahres 2018 her: "Der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad kämpfen gegen Missbrauch und sexuelle Gewalt bei bewaffneten Konflikten in Afrika oder im Nahen Osten." Der Spendenerlös bei Pater Roberts 50. Priesterjubiläum Mitte Mai in Höhe von 5000 Euro ist nach seinen Angaben komplett für den Bau einer Schule im Kongo eingesetzt worden. Konkret sei mit diesen Mitteln das Dach des vom Karmeliterorden begleiteten Schulhausbau finanziert worden.

Am Montag, dem zweiten Festtag und eigentlichen Patrozinium der Johannisbergkirche, kam neben Pfarrvikar Robert Kratzer aus Lintach und Pater Robert Schmidbauer Pfarrer Christian Schulz aus Hahnbach als Festprediger auf den Berg. "Was soll aus uns werden, soll sich die Jugend fragen. Was ist aus uns geworden, fragen sich die Älteren." Das waren die Kernfragen, auf die er in seiner Predigt einging. Man solle darüber nachdenken, welche Ziele wichtig sind. Das Evangelium berichte über das untypische Leben des heiligen Johannes des Täufers: Er sei ehrlich und konsequent seinen Weg gegangen, wenn es auch nicht normal oder für die meisten erstrebenswert schien. Schulz appellierte, konsequent den Weg im Sinne wie Gottes zu gehen. Johannes sollte als Vorbild dienen, die eigenen Wertevorstellungen und Ziele im Leben neu zu überdenken.

Musikalisch begleitet wurden die Festgottesdienste am Sonntag vom Männergesangsverein Johannisberg und am Montag vom Kirchenchor Wutschdorf. Nach den Messen verweilten die zahlreichen Gäste an beiden Tagen bis in die frühen Abendstunden bei bestem Wetter im Schatten der Bäume rund um die Johannisbergkirche. Am Sonntag spielte die Hammerbachtaler Blousn auf. Am Montag besuchte kurz vor der Schlussandacht auch der frühere langjährige Wutschdorfer Pfarrer Norbert Götz, ein bekennender "Kannasberg-Fan", das Bergfest.

Blick auf das idyllische Festtreiben.
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