08.03.2020 - 11:24 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Freudenberger SPD fordert weitere Baugebiete

Die SPD geht mit klaren Zielen in den Wahlkampf. Bauplätze sollen her und die Straßen zwischen Lintach und Pursruck sowie Wutschdorf und Hainstetten müssen dringend saniert werden.

Patrick Reng aus Pursruck auf der Kreisstraße zwischen Lintach und seinem Heimatort. Die "Buckelpiste" gehöre dringend saniert, fordert er.
von Ingrid Voigt Kontakt Profil

Der Freudenberger SPD-Ortsverein lud ins Gasthaus Haas in Schleißdorf ein – und zahlreiche Interessierte kamen. Vorsitzender Andreas Koch präsentierte sich bei der Veranstaltung selbstbewusst. Er sprach über die vielen Erfolge der vergangenen sechs Jahre. Auf Anträge der SPD ist ein Verwaltungsfachangestellten-Auszubildender eingestellt und der Kinderspielplatz beim Sportplatz wird 2020 saniert. "Außerdem war die SPD Antreiber beim Thema Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung", erklärte Koch. Zudem drängte die Fraktion 2016 mit einem Antrag auf die Einrichtung von Zuschussrichtlinien für den Kauf und Erhalt von Altbausubstanzen und der Vermeidung von Leerständen. Die Partei hat auch für die kommenden Jahre klare Vorstellung, was die kommunalpolitischen Ziele betrifft. Gerhard Dotzler, der seit 18 Jahren im Gemeinderat sitzt und auch dieses Mal wieder bei der Wahl antritt, legt ein besonderes Augenmerk auf die Ausweisung von Bauplätzen: "Wir müssen unsere jungen Menschen in der Gemeinde halten. Eine Abwanderung hätte verhängnisvolle Konsequenzen für uns alle." Deshalb zeigt sich Dotzler erfreut, dass es in Aschach ein Baugebiet gibt, in Etsdorf das Bauen möglich sei und sich auch in Freudenberg etwas tue. Allerdings auch erst auf Drängen der SPD. Denn 2014 hatte der Bürgermeister mitgeteilt, dass neue Baugebiete auszuweisen in Zukunft schwierig werde, weil die Staatsregierung etwas gegen den Flächenfraß unternehmen wolle und forderte, zuerst Baulücken zu schließen. Daraufhin verlangte die SPD bei einer Gemeinderatsklausur eine Umfrage in der ganzen Gemeinde. Es sollte eruiert werden, wer bereit wäre, Grundstücke ohne Bauzwang abzugeben. Das ernüchternde Ergebnis: Nur einer war zum Verkauf bereit. "Aber wir hatten die Begründung, endlich neue Baugebiete auszuweisen", erklärte Dotzler. Außerdem forderte er: "Die Umlage auf die Menschen beim Wasser und Kanal muss vernünftig und bezahlbar gehandhabt werden, denn nicht jeder hat mal so auf die Schnelle ein paar Tausend Euro auf der hohen Kante." Ein weiteres Anliegen Dotzlers waren die Straßen. Die Staatsstraße 2399 von Wutschdorf Richtung Hainstetten sei eine unendliche Geschichte. Der 62-jährige Gemeinderat hofft, dass der Ausbau heuer vonstatten geht und es nicht so läuft wie zwischen Lintach und Raigering, "wo ja gar nichts geht." Dem pflichtete auch Rudi Preitschaft aus Etsdorf bei. Der Pursrucker Gemeinderatskandidat Patrick Reng sieht vor allem bei der Straße zwischen Lintach und Pursruck Handlungsbedarf: "Diese Buckelpiste gehört auf Dringlichkeit 1 im Landkreis." Die SPD-Kandidaten machten in Schleißdorf klar, dass sie auch in der nächsten Wahlperiode mitgestalten wollen. Martin Binner, der schon mal 18 Jahre lang im Gemeinderat vereten war, stellt sich nach einer Pause wieder zur Wahl. Nicht ohne Grund. "Jeder Gemeinderat braucht eine kluge Opposition. Gerechtfertigte Kritik und konstruktive Mitarbeit sind eine Bereicherung und bringen eine Gemeinde nach vorne", erklärte er bei der Veranstaltung in Schleißdorf. Im Kreistag wünscht sich die SPD zudem mehr Vertreter aus der Gemeinde. Derzeit sind es nur zwei. "Andere Gemeinden vergleichbarer Größe haben viel mehr", erklärte Koch und wies dabei auf seine Kandidatur hin. Bei einer anschließenden Diskussion im Gasthaus Haas forderten die Bürger aus dem Oberland mehr Funkmasten. Überall sei die Handyverbindung schlecht oder gar nicht möglich, war von allen Seiten zu hören.

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