"Was sehen Sie als die drei größten Herausforderungen in Ihrer Vereinsarbeit, mit denen Sie als Folge von Corona im Jahr 2021 konfrontiert werden?": Eine Umfrage des Vereinsnetzwerks Freudenberg ist dem nachgegangen. Über die Ergebnisse berichtete der Jugendbeauftragte, 3. Bürgermeister Christian Drexler (CSU), im Gemeinderat. Meistgenannt haben die Umfrage-Teilnehmer laut Drexler die Stichworte Mitgliedermotivation/-begeisterung und Identifikation, gefolgt von Veranstaltungen, Versammlungen und Treffen. Die Finanzen bildeten das Schlusslicht bei den Antworten.
Die Verantwortlichen der Vereine könnten sich vorstellen, die Herausforderungen durch die Pandemie zu meistern, indem sie neue Wege gehen, eine attraktive Vereinsarbeit bieten und ihre digitalen Angebote ausweiten. Viele wünschen sich die Einrichtung eines "virtuellen Vereinsstammtisches", an dem sich Vorstandsmitglieder regelmäßig austauschen können: Drexler sagte zu, einen solchen einzurichten. Zuversichtlich sei er auch, dass die von der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach geplante Beschaffung einer mobilen Skateranlage für Kinder und Jugendliche ein Anreiz sei, sich in ihrer Freizeit zu bewegen. Diese Anlage soll immer eine gewisse Zeit, etwa vier Wochen, in einer Kommune aufgebaut werden. Dann sollen auch Workshops stattfinden. Auch, um mögliche Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche zu erkennen und dann gegenzusteuern.
Keine Einwände gegen Solarpark
Martina Dittrich vom Büro Stadt & Raum Amberg informierte das Gremium über das Ergebnis der zweiten öffentliche Auslegung zur Flächennutzungsplan-Änderung für den „Teilbereich Gewerbegebiet Wutschdorf“. 38 Träger öffentlicher Belange wurden beteiligt, 18 von ihnen haben keine Äußerung vorgebracht. 19 Träger nahmen Stellung, hatten aber keine Einwände. Beim Hinweis des Zweckverbandes Nahverkehr, dass eventuell eine Bushaltestelle an der Staatsstraße 2399 nötig werde, wird auf das künftige Bebau-ungsplanverfahren verwiesen. Bürger haben keine Einwendungen vorgebracht. Der Gemeinderat stimmt der Plan-Änderung zu und beauftragte die Verwaltung, die Genehmigung dafür zu beantragen.
Durch die Ausweisung des Vorhaben bezogenen Bebauungsplans „Solarpark Kindlas-Ehenfeld“ mit Änderung der Flächennutzung im Parallelverfahren durch die Stadt Hirschau wird die Planungshoheit der Gemeinde Freudenberg nicht eingeschränkt oder berührt. Ein Gutachten des Ingenieurbüros Eigenschenk kann keine Blendwirkung für die gemeindlichen Ortschaften feststellen. Daher gibt es aus Freudenberg keine Einwände gegen diesen Bebauungsplan.
Friedhofsmauer: Gemeinde zahlt mit
Bei einer Überprüfung wurden schadhafte Stellen in der Friedhofsmauer in Aschach festgestellt: Hier muss saniert werden. Die katholische Kirchenstiftung Aschach-Raigering als Träger des Friedhofs wünscht sich eine Beteiligung an den geschätzten Kosten von rund 16.000 Euro. Diese stellte der Gemeinderat in Aussicht – in Höhe von zehn Prozent der tatsächlichen Kosten und damit abweichend von der üblichen Fünf-Prozent-Regelung. Das Gremium ist der Meinung, dass die Übernahme der Trägerschaft für die Friedhöfe durch die Kirchen die Kommune entlastet. Dies sollte dann auch bei außergewöhnlichen Belastungen honoriert werden.
Bürgermeister Alwin Märkl teilte dem Gemeinderat mit, dass die Regierung der Oberpfalz Heidrun Leitz ab 1. August zur neuen Leiterin an der Grund- und Mittelschule Freudenberg bestellt hat. Neue stellvertretende Schulleiterin wurde zum 15. Februar Marion Endres.
Baugebiet: Räte fordern mehr Tempo
2. Bürgermeister Franz Weiß (CSU) wies darauf hin, dass das Verfahren für das Baugebiet Lintach-Ost in Verzug sei. Er wollte wissen, ob im Frühjahr 2022 mit der Erschließung begonnen wird. Gemeinderat Peter Göbl (CSU) pflichtete ihm bei und betonte, das Verfahren und die anschließende Erschließung müssten beschleunigt werden. Die Verwaltung betonte, dass Ende Januar die Grundstücksgeschäfte beim Notar abgewickelt worden seien. Bei der Erschließung von Baugebieten in den anstehenden Ortschaften müsse der Gemeinderat eine zeitliche Priorisierung vornehmen.
Johannes Greß (CSU) fragte, ob das geplante Baugebiet in Freudenberg in Konkurrenz mit dem in Lintach stehe. Dazu verwies Kämmerer Richard Zweck darauf, dass aus finanzieller und personeller Sicht und wegen der bekannten Großbaustellen Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung nur ein Baugebiet pro Haushaltsjahr erschlossen werden könne. Christina Püschl (FW) erkundigte sich danach, ob die Nachfrage für einen Bauplatz in Freudenberg wesentlich höher sei als in Lintach. Geschäftsstellenleiter Christian Kätzlmeier bejahte das. Aus der Erfahrung geht er aber davon aus, dass die Nachfrage in Lintach anziehen wird, sobald das Verfahren in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird.















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